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Eingang der Agentur für Arbeit in Sangerhausen in Sachsen-Anhalt. Bildrechte: dpa

Frühjahrs-BelebungWeniger Arbeitslose im April

von MDR AKTUELL

Stand: 03. Mai 2022, 16:51 Uhr

Die Nachfrage nach neuem Personal auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist weiter gestiegen, die Zahl der Arbeitslosen ging im April weiter zurück. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hält der positive Trend an. Der Krieg in der Ukraine und mögliche Liefer- oder Energie-Engpässe könnten die Lage aus Sicht von Experten aber verschärfen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im April weiter zurückgegangen. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, waren Mitte des Monats knapp 2,31 Millionen Menschen bundesweit erwerbslos gemeldet. Das seien 53.000 weniger gewesen als im März und 462.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,0 Prozent.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, sagte, mit der Frühjahrs-Belebung und den Lockerungen der Coronamaßnahmen setze sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort. Die Nachfrage nach neuem Personal sei weiter gestiegen. Die Entwicklung werde aber durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine gebremst.

Sachsen: Arbeitsmarkt erweist sich als krisenfest

Auch in Mitteldeutschland ist die Arbeitslosenzahl weiter zurückgegangen. In Sachsen waren knapp 112.700 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 3.000 weniger als im März. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,3 Prozent. Dies sei der niedrigste Wert für einen Monat April seit der Wiedervereinigung. Der Chef der sächsischen Regionaldirektion, Klaus-Peter Hansen, sagte, der Arbeitsmarkt im Freistaat erweise sich allen Unsicherheiten zum Trotz als krisenfest. Das sei in Zeiten wie diesen eine gute Nachricht. Hansen gab aber zugleich zu bedenken, dass "sich die Lage durch Liefer- und Energie-Engpässe schnell ändern kann".

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Positive Entwicklung auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen

In Sachsen-Anhalt sank die Zahl um 2.300 auf rund 75.000. Thüringen meldete 55.200 Arbeitslose. Das sind 1.200 weniger als im März. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist in Thüringen erneut gesunken. Der Agentur zufolge waren 21.700 Männer und Frauen im April ein Jahr oder länger ohne Job. Das seien 400 weniger gewesen als im März. Markus Behrens, Regionalchef der Agentur für Arbeit, sagte, das Frühjahr und die gelockerten Coronaregeln wirkten sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus. Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges seien bisher kaum spürbar.

dpa(aju)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 03. Mai 2022 | 10:00 Uhr