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Die Kurzarbeit geht langsam zurück, die Zahl der offenen Stellen in Deutschland steigt. Bildrechte: dpa

Frühjahrsbelebung

Arbeitsmarkt: Erste Zeichen des Aufschwungs nach der Corona-Krise

Stand: 01. Juni 2021, 10:41 Uhr

Die Corona-Krise hatte massive Folgen für den Arbeitsmarkt. Nun deutet sich eine Besserung an, die auch mit der alljährlichen Frühjahrsbelebung zusammenhängt.

Am Arbeitsmarkt gibt es nach den Wintermonaten weitere Anzeichen für eine Besserung: Dank einer Fortsetzung der Frühjahrsbelebung ging die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Mai nach unten, wie aus den Zahlen der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit hervor geht. Demnach waren im Mai 2,687 Millionen Menschen ohne Job, 84.000 weniger als im Vormonat April und 126.000 weniger als im Mai 2020. Der Mai 2020 gilt in Bezug auf den Arbeitsmarkt als einer der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Monate.

Auch in Mitteldeutschland ging die Arbeitslosigkeit zurück: In Sachsen wurden 4.700 Arbeitslose weniger als im Vormonat gemeldet, in Sachsen-Anhalt waren es 3.100 weniger und in Thüringen 2.900 weniger.

Langzeitarbeitslosigkeit bleibt Problem

Der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Markus Behrens, sagte, dass sich der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt von der Corona-Krise erhole. Grund dafür seien sinkende Inzidenzen, steigende Impfquoten und damit verbundene Öffnungen. Auch die saisontypische Entwicklung habe sich im Mai positiv auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt. Zudem stabilisiere die Kurzarbeit weiterhin Wirtschaftsbereiche, die von der Corona-Krise betroffen sind.

Noch immer ein Problem ist laut Behrens die Langzeitarbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt. Häufig profitierten Langzeitarbeitslose als letztes von einem Aufschwung am Arbeitsmarkt. "Wir werden also lange brauchen, um wieder den positiven Trend bei der Langzeitarbeitslosigkeit zu erreichen, den wir vor der Pandemie hatten", erklärt Behrens.

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Arbeitsmarkt: Mehr offene Stellen

Die Arbeitslosenquote sank deutschlandweit im Mai 2021 im Vergleich zum April um 0,1 Punkte auf 5,9 Prozent, im Vergleich zum Mai 2020 um 0,2 Punkte. Auch bei der Zahl der offenen Stellen gibt es Lichtblicke. Im Mai waren der Bundesagentur 654.000 offene Stellen gemeldet worden, 70.000 mehr als vor einem Jahr. Allerdings liegt die Zahl noch niedriger als im März 2020 – dem letzten Monat vor dem ersten Corona-Lockdown.

"Im Mai zeigen sich erste Anzeichen für eine umfassende Besserung am Arbeitsmarkt", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. "Die Folgen der Corona-Krise sind zwar immer noch sehr deutlich sichtbar, werden aber etwas kleiner", betonte er.

Kurzarbeit geht zurück

Für die Inanspruchnahme von Kurzarbeit liegen Daten immer erst mit zweimonatiger Verzögerung vor. Im März wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit für 2,61 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Für Februar war die Zahl mit 3,27 Millionen beziffert worden.

Quellen: dpa, reuters

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 01. Juni 2021 | 10:30 Uhr

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