Bundesnetzagentur Bahn droht Zwangsgeld bei winterbedingten Streckensperrungen

Tagelang waren im Februar nach heftigem Schneefall Bahn-Strecken gesperrt. Künftig droht der Bahn in solch einem Fall ein saftiges Zwangsgeld. Binnen 24 Stunden soll sie ihre Strecken befahrbar machen.

Sechs Signale der Deutschen Bahn stehen auf Rot, während Schnee die Gleise bedeckt.
Im Februar sorgte heftiger Schneefall für tagelanges Verkehrschaos Bildrechte: dpa

Die Deutsche Bahn muss ihre Strecken bei winterlicher Witterung künftig spätestens nach 24 Stunden wieder befahrbar machen. Das hat die Bundesnetzagentur beschlossen. Die Behörde droht andernfalls mit einem Zwangsgeld von 100.000 Euro. Die Bahn hat demnach ein Jahr Zeit, entsprechende Regelungen in ihren Nutzungsbedingungen aufzunehmen. Gelingt der Bahn keine Streckenfreigabe innerhalb eines Tages, muss sie dem Beschluss zufolge belegen, dass das objektiv ausgeschlossen war.

Im Februar hatte es nach heftigen Schneefällen teils tagelange Sperrungen gegeben. Bahn-Konkurrenten beschwerten sich deswegen bei der Netzagentur. Die Behörde ist für den Wettbewerb auf der Schiene zuständig und soll einen freien Zugang garantieren. Die Verbände Mofair und Netzwerk Europäischer Eisenbahnen begrüßten den Beschluss am Mittwoch.

Quelle: MDR, dpa / (rnm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Oktober 2021 | 18:30 Uhr

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