Mobilität ADAC: Dieselpreis steigt auf Rekordhoch

2012 hatten die Spritpreise in Deutschland den bisherigen Rekord erreicht. Der Dieselpreis wurde gestern nun mit einem neuen Allzeithoch geknackt. Auch beim Benzin fehlt nicht viel für einen neuen Rekord.

Ein Autofahrer betankt ein Auto mit dem Kraftstoff Diesel
Mit der Pandemie waren die Spritpreise zunächst gesunken - vergangenen November wandelte sich der Trend wieder. Bildrechte: dpa

Der Preis für Diesel ist in Deutschland auf ein Rekordhoch gestiegen. Wie der ADAC mitteilte, kostete gestern ein Liter Diesel im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,555 Euro pro Liter - so viel wie noch nie. Der bisherige Rekord sei minimal übertroffen worden. Am 26. August 2012 hatte der Wert bei 1,554 Euro gelegen.

Auch Benzin nähert sich dem ADAC zufolge einem Höchststand an. Der Preis für Super der Sorte E10 lag demnach bei 1,667 Euro pro Liter. Damit fehlten nur 4,2 Cent zum bisherigen Rekord vom 13. September 2012. Dagegen hatte die Corona-Krise 2020 zunächst für Tiefstände bei Öl- und Spritpreisen gesorgt. Erst im November kam die Trendwende.

Diskussion um Gegenmaßnahmen bei weiterem Anstieg

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will bei Spritpreisen von zwei Euro oder mehr eingreifen. Der ADAC hält das aber für nicht umsetzbar und fordert stattdessen eine höhere Entfernungspauschale.

Die Spritpreise steigen seit Monaten. Treiber ist vor allem der gestiegene Ölpreis. Die herbsttypisch hohe Nachfrage nach Heizöl verstärkt den Effekt beim Diesel. Zudem sorgt der Kohlendioxid-Preis von 25 Euro pro Tonne für einen Aufschlag von rund 6 bis 8 Cent je Liter.

dpa/AFP(rnm)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Oktober 2021 | 10:00 Uhr

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