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Heizöl, Gas und Strom werden im nächsten Jahr noch teurer. Bildrechte: dpa

EnergiekostenPreisanstieg bei Strom, Gas und Heizöl geht weiter

von MDR AKTUELL

Stand: 27. Dezember 2021, 16:10 Uhr

Die Energiepreise in Deutschland sind 2021 so stark gestiegen wie noch nie. Der Strompreis hat im Dezember ein Allzeithoch erreicht. Und auch für das kommende Jahr erwarten Experten keine Entspannung, sondern einen weiteren Preisanstieg.

  • Energiepreise haben 2021 Rekordwerte erreicht
  • Gaspreis um fast ein Drittel gestiegen
  • Heizöl rund 40 Prozent teurer geworden
  • Auch 2022 keine Entspannung in Sicht

Der massive Preisanstieg bei Strom, Gas und Heizöl hat für Verbraucherinnen und Verbraucher die Energiekosten in diesem Jahr deutlich nach oben getrieben. Auch in den kommenden Monaten zeichnet sich keine Entspannung ab. "Zum kommenden Jahreswechsel ziehen die Energiepreise noch weiter an", erklärte das Vergleichsportal Verivox am Montag. Auch nach Angaben des Portals Check24 gibt es bei zahlreichen Versorgern mit dem Jahreswechsel Preiserhöhungen.

Bereits in diesem Jahr waren bei den Energiepreisen Rekordwerte erreicht worden. Laut Verivox stiegen die Preise für Strom, Gas und Heizöl so stark wie nie. Der Strompreis für Verbraucherinnen und Verbraucher erklomm im Dezember laut Check24 mit durchschnittlich 33,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) ein Allzeithoch.

Gaspreis um fast ein Drittel gestiegen

"Durch gestiegene Kosten bei der Stromerzeugung in Kohle- und Gaskraftwerken, Produktionsrückgängen bei erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahr und gleichzeitig großer Nachfrage aus der Wirtschaft, sind die Strompreise aktuell besonders hoch", erklärte Steffen Suttner, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Beim Gas lagen die Kosten Verivox zufolge für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) im Dezember bei durchschnittlich 1.704 Euro pro Jahr. Zu Jahresbeginn waren es noch 542 Euro weniger gewesen. Laut Check24 zahlt ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh im Schnitt aktuell 1.932 Euro im Jahr für Gas – fast ein Drittel (29 Prozent) mehr innerhalb eines Jahres. 

Heizölpreis um mehr als 40 Prozent gestiegen

Beim Heizölpreis, der im Wesentlichen der Entwicklung der internationalen Rohölnotierungen folgt, gab es mit dem Wiederhochfahren der Weltwirtschaft nach der ersten Corona-Schockwelle ebenfalls einen deutlichen Anstieg. Im Januar 2021 kosteten 100 Liter Heizöl im bundesdeutschen Durchschnitt laut Verivox netto rund 49 Euro; im Dezember waren es dann rund 69 Euro – ein Plus von rund 41 Prozent. 

Check24 riet Verbrauchern mit Ölheizung, wenn sie für den aktuellen Winter noch Öl benötigen, den Tank nun zumindest teilweise aufzufüllen. Mit Blick auf das kommende Jahr erwartet auch Verivox, dass es beim Heizölpreis wegen des steigenden CO2-Preises "voraussichtlich" weiter nach oben geht.

Preise steigen ab 1. Januar 2022 weiter

Beim Gas werden 2022 zusätzlich dazu höhere Netzgebühren fällig. "Das zwingt fast alle Gasversorger dazu, ihre Preise teilweise kräftig nach oben anzupassen", erläuterte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck. 

Auch der Strom wird zum Jahreswechsel noch teurer. Verivox verwies darauf, dass auch beim Strompreis die Netzgebühren steigen – trotz der Deckelung der EEG-Umlage, die 2022 von 6,5 Cent auf rund 3,7 Cent pro Kilowattstunde abgesenkt wird.

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AFP(nvm)

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 19. Dezember 2021 | 10:39 Uhr