Folgen des Ukraine-Kriegs Bund beschließt Milliardenhilfen für Firmen

In Deutschland sind viele Firmen von den Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen. Um ihnen zu helfen, hat die Bundesregierung ein Hilfspaket geschnürt. Es sieht Zuschüsse und Kredite vor. Damit sollen die Unternehmen liquide bleiben.

Christian Lindner und Robert Habeck
Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im Bundestag. Bildrechte: IMAGO/Future Image

Die Bundesregierung hat sich auf weitere Hilfen für Unternehmen geeinigt, die unter den Folgen des Ukraine-Krieges leiden. Das teilten Bundesfinanzminister Christian Lindner und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck mit. Vorgesehen sind demnach Zuschüsse in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro.

Hinzu kommen mit einer Bundesgarantie unterlegte Kreditlinien der staatlichen KfW mit einem Volumen von insgesamt bis zu 100 Milliarden Euro. Lindner und Habeck zufolge geht es vor allem um energieintensive Branchen, die "von den Sanktionen oder dem Kriegsgeschehen betroffen sind". Die Maßnahmen sollen nach dem Willen der Bundesregierung zum 1. Juni eingeführt werden und auf dieses Jahr befristet sein.

Lindner: Wachstum in Deutschland bereits gedrückt

Lindner hatte am Morgen im Bundestag erklärt, der Krieg in der Ukraine und die im Zuge dessen gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen würden das Wachstum bereits deutlich drücken. Deswegen müsse Firmen geholfen werden. Nichtstun sei in dieser Lage keine Option.

Nichtstun ist in dieser Lage keine Option.

Christian Lindner Bundesfinanzminister

Unternehmen sollen liquide bleiben

Wirtschaftsminister Habeck hatte zuletzt gesagt, die Hilfen würden vor allem über Kredite der staatlichen Förderbank KfW kommen. Davon sollten Unternehmen profitieren, die jetzt in Not gerieten. So solle ihre Liquidität gesichert werden. Lindner sprach von einem Stoßdämpfer für die Wirtschaft. Habeck unterstrich, man könne aber nicht jede Härte wegnehmen, die Unternehmen müssten infolge des Kriegs auch selbst eine Last tragen.

Wirtschaftsverbände hatten die Bundesregierung zu zielgenauen Hilfen aufgefordert und etwa Kredite, Bürgschaften und staatliche Beteiligungen ins Gespräch gebracht.

AFP, Reuters (aju)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. April 2022 | 11:00 Uhr

Mehr aus Wirtschaft

Mehr aus Deutschland

Zwei Männer knieen neben einem Moped 4 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK