Folgen der Corona-Pandemie Lufthansa meldet für 2020 Rekordverlust

Die größte deutsche Fluggesellschaft hat ihre Zahlen für das Corona-Krisenjahr veröffentlicht. Und die belegen einen Verlust in Höhe von 6,7 Milliarden Euro. Grund war der massive Einbruch der Passagierflüge. Die Frachtsparte konnte dagegen zulegen. Die Aussichten für das laufende Jahr sind der Lufthansa zufolge eher pessimistisch.

Ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Lufthansa steht nach der Landung am Flughafen Frankfurt in seiner Parkposition.
Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben auch der größten deutschen Fluggesellschaft zugesetzt. Bildrechte: dpa

Die Lufthansa hat im vergangenen Jahr wegen der Corona-Krise einen Rekordverlust von 6,7 Milliarden Euro gemacht. Das teilte der Konzern in Frankfurt am Main mit. 2019 hatte die Lufthansa noch einen Gewinn in Höhe von 1,2 Milliarden Euro verbucht.

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte, der Umsatz sei um 63 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro zurückgegangen. Man erwarte auch für 2021 operative Verluste.

Viele Passagierflüge blieben am Boden

Wegen der Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie hoben bei der Lufthansa im vergangenen Jahr nur rund ein Drittel der Flüge im Vergleich zum Vorjahr ab. Ein Großteil der Flotte stand auf dem Boden. Die Zahl der Passagiere erreichte mit 36,4 Millionen nur ein Viertel des Vorjahreswertes. Das Hauptgeschäft mit Passagierflügen schrieb tiefrote Zahlen. Nur die Frachtsparte Lufthansa Cargo konnte von steigenden Preisen bei knappem Kapazitätsangebot profitieren und erzielte einen Betriebsgewinn von 772 Millionen Euro - den höchsten ihrer Geschichte.

Konzern setzt auf steigende Nachfrage ab dem Sommer

Spohr zufolge rechnet die Lufthansa ab dem Sommer wieder mit einer stärkeren Nachfrage. Er forderte, dass "international anerkannte, digitale Impf- und Testnachweise an die Stelle von Reiseverboten und Quarantäne treten" sollen. Allerdings geht der staatlich gestützte Konzern davon aus, dass im gesamten Jahr 2020 nur eine Kapazität von 40 bis 50 Prozent im Vergleich zu 2019 erreicht wird.

Die Lufthansa hat wegen der Krise einen Sparkurs eingeschlagen. Derzeit sind noch 500 der 800 Flugzeuge großen Flotte dauergeparkt. Bis 2023 soll die Flotte auf 650 Flugzeuge schrumpfen, vor allem Maschinen mit hohem Kerosinverbrauch werden ausgemustert. Spohr zufolge wird geprüft, ob alle Flugzeuge, die älter als 25 Jahre sind, dauerhaft am Boden bleiben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. März 2021 | 09:00 Uhr

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