Übernahme "Spreewaldhof" wird französisch

Der Brandenburger Obst- und Gemüseverarbeiter "Spreewaldkonserve" ist vor allem für seine Gurken der Marke "Spreewaldhof" bekannt. Jetzt wird das Familienunternehmen von der französischen Firma Andros übernommen. Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen den Einstieg des einen Familienunternehmens beim anderen. Die Behörde sieht keine Behinderung des Wettbewerbs.

Ein Mitarbeiter der Spreewaldkonserve Golߟen GmbH im Landkreis Dahme-Spreewald überwacht die Produktion von Spreewaldgurken in Golߟen (Brandenburg).
Der Obst- und Gemüseverarbeiter Spreewaldkonserve mit seinen "Spreewälder Gurken" wird vom französischen Unternehmen Andros übernommen. Bildrechte: dpa

Der Obst- und Gemüseverarbeiter Spreewaldkonserve kann von einem französischen Unternehmen übernommen werden. Das Bundeskartellamt hat keine Einwände gegen den Verkauf des vor allem für seine Marke "Spreewaldhof" bekannten Unternehmens aus Brandenburg an das französische Unternehmen Andros.

Kartellamt hat keine Bedenken

Kartellamtspräsident Andreas Mundt sagte, die Behörde habe keine wettbewerblichen Bedenken. Der Markt für Obstkonserven im Glas beziehungsweise im Karton sei von Überkapazitäten geprägt. Zudem stünden den Produzenten im Lebensmitteleinzelhandel große Unternehmen und damit große Nachfrage gegenüber.

Spreewaldkonserve und Andros beides Familienunternehmen

Spreewaldkonserve und Andros sind beides Familienunternehmen. Spreewaldkonserve erzielte nach Angaben des Kartellamts im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro überwiegend in Deutschland erzielt. Dagegen setzte Andros europaweit einen Umsatz von zwei Milliarden Euro und ist auch in Deutschland tätig. Unter anderem stellt Andros verschiedene Desserts, Getränke sowie Konfitüren unter der Marke "Bonne Maman" her. Andros hatte bereits 2006 die Firma "Odenwald Konserven" übernommen.

Quelle: dpa

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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