Chronik Das war der November 2021

SPD, Grüne und FDP stellen ihren wochenlang ausgehandelten Koalitionsvertrag vor. Die vierte Corona-Welle rollt über das Land und stürzt das Gesundheitssystem in eine Notlage. Das war der November.

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und geschäftsführender Bundesfinanzminister und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP, kommen zu einer Pressekonferenz, um den gemeinsamen Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für die künftige Bundesregierung vorzustellen.
Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP einigen sich im November auf einen Koalitionsvertrag zur Bildung einer "Ampel"-Koalition. Bildrechte: dpa

Ereignisse in Mitteldeutschland

  • Ein neues Gutachten eines britischen Brandexperten kommt zu dem Schluss, dass Oury Jalloh 2005 in seiner Gefängniszelle in Dessau angezündet worden ist. Was in der Zelle genau geschah und wer für den Tod des damals 36-Jährigen verantwortlich ist, bleibt aber weiter ungeklärt.

Ereignisse in Deutschland und der Welt

  • Am 13. November endet in Glasgow die Weltklimakonferenz. Nach sehr eindringlichen Appellen zu Beginn, einigt sich die Staatengemeinschaft grundsätzlich auf einen Ausstieg aus der Kohleverstromung und ein Ende von Subventionen für Kohle, Öl und Gas. Außerdem legen die Verhandlungsteams ein verbindliches Regelwerk für den internationalen Emissionshandel fest. Daneben werden zahlreiche Abkommen geschlossen, denen sich jeweils nur ein Teil der Staaten verpflichtet. Mehr als 100 Staaten wollen etwa die Entwaldung stoppen.

  • Der Flüchtlingsstreit zwischen der EU und Belarus spitzt sich zunächst immer weiter zu und eskaliert dann vollends. Hunderte Migrantinnen und Migranten campieren im Grenzgebiet zu Polen und versuchen immer wieder die Grenze zu überqueren. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, die Situation absichtlich herbeigeführt zu haben und die Migranten als "lebendige Waffen" im hybriden Krieg gegen die EU zu missbrauchen. Lukaschenke fordert demgegenüber die Aufnahme der Migranten durch die EU.

  • In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst der Länder wird eine Einigung erzielt. Die Beschäftigten erhalten unter anderem einen steuerfreien Corona-Bonus in Höhe von 1.300 Euro sowie zum 1. Dezember kommenden Jahres eine Gehaltserhöhung um 2,8 Prozent. Dem Abschluss waren mehrere Warnstreiks vorangegangen.

Weitere viel gelesene Nachrichten

  • Mehrere Glaubensgemeinschaften in Sachsen-Anhalt werden vom Verfassungsschutz beobachtet und gelten als gefährlich.

Weitere Monate

Aktuelle Meldungen