Chronik Das war der September 2020

Die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria durch mehrere Brände führt im September zu einer neuen Debatte über die Migrationspolitik. Krawalle in Leipzig werden bundesweit diskutiert. Die Pandemie prägt weiter das Leben.

Geflüchtete rennen während ein Feuer im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos brennt.
Durch die Zerstörung des Flüchtlingslagers Moria rückt die Asyl- und Migrationspolitik im September wieder in den Fokus. Bildrechte: dpa

Ereignisse in Mitteldeutschland

  • Die Thüringer CDU wählt nach langer Personaldebatte den Westthüringer Bundestagsabgeordneten Christian Hirte zum neuen Vorsitzenden. Der bisherige Landeschef Mike Mohring war nach schlechten Ergebnissen bei der Landtagswahl sowie dem Skandal um die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten nicht wieder angetreten. Hirte sorgte im Februar bundesweit für Schlagzeilen, weil er von Kanzlerin Angela Merkel als Ostbeauftragter der Bundesregierung entlassen wurde.

Ereignisse in Deutschland und der Welt

  • Die Corona-Pandemie bleibt das alles bestimmende Thema. Nach vergleichsweise geringen Infektionszahlen im Sommer steigt die Zahl der Fälle weltweit und in Deutschland wieder schneller an. Die Angst vor einer zweiten Welle beziehungsweise einem weiteren Lockdown bleibt bestehen. Die Bundesregierung erklärt viele Regionen und Länder zu Risikogebieten – Ende des Monats unter anderem Tschechien, Luxemburg und das österreichische Tirol.

  • In Belarus gehen die Proteste gegen die Regierung unvermindert weiter. Regelmäßig demonstrieren Zehntausende gegen das offizielle Ergebnis der Präsidentschaftswahl, wonach Amtsinhaber Alexander Lukaschenko den Sieg für sich beansprucht. Die Regierung reagiert mit Festnahmen, auch von Oppositionsführern, und Gewalt.

  • In den USA stirbt die berühmte Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg, eine Ikone des liberalen Amerika. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen diskutiert das Land darüber, ob und wen Präsident Donald Trump für die Nachfolge bestimmen darf. Ende September nominiert er schließlich die erzkonservative Juristin Amy Coney Barrett für den Posten am Supreme Court, der sehr bedeutsame Entscheidungen zur politischen Grundausrichtung der USA trifft.

Weitere viel gelesene Nachrichten

  • Im Zusammenhang mit dem Juwelenraub im Historischen Grünen Gewölbe in Dresden vor knapp einem Jahr gibt es neue Ermittlungsansätze. Die Soko "Epaulette" durchsucht in Berlin Wohn- und Gewerberäume.

Weitere Monate