Annegret Kramp-Karrenbauer
Auf Antrittsbesuch in den USA: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer Bildrechte: dpa

Antrittsbesuch Kramp-Karrenbauer wirbt in USA für bessere Beziehungen

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat in den USA um bessere Beziehungen geworben. Bei ihrem Antrittsbesuch stellte sie ein stärkeres militärisches Engagement in Aussicht. Beim Iran setzte sie jedoch auf Europa.

Annegret Kramp-Karrenbauer
Auf Antrittsbesuch in den USA: Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer Bildrechte: dpa

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat der US-Regierung ein verstärktes militärisches Engagement Deutschlands in Aussicht gestellt.

Auch Teilnahme an Missionen

Nach ihrem Antrittsbesuch bei ihrem US-amerikanischen Amtskollegen Mark Esper sagte Kramp-Karrenbauer, sie sehe das Zwei-Prozent-Ziel für Verteidigungsausgaben der Nato-Staaten als sehr wichtig an. Es sei im eigenen deutschen Interesse, mehr Geld für Verteidigung auszugeben. Es gehe aber nicht nur um die Höhe des Etats, sondern auch um die Beteiligung an Missionen. Bereits auf den Hinflug nach Washington hatte Kramp-Karrenbauer erklärt: "Fakt ist, dass um uns herum neue Krisenherde entstehen. Immer nur zu sagen, da sollen die anderen hin, wird immer weniger akzeptiert."

Bei Iran setzt Ministerin auf Europa

Zugleich verteidigte die CDU-Vorsitzende den europäischen Ansatz in der Iran-Politik. Man werde gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien weiter am Atomvertrag mit Iran festhalten. Deutschland sei bereits sich beim sicheren Geleit von Schiffen in der Straße von Hormus zu engagieren, " allerdings nur in einer europäischen Mission". An der US-Politik eines "maximalen Drucks" auf den Iran werde sich Deutschland nicht beteiligen. Für die Marine-Mission hatten die USA Verbündete gesucht, nachdem der Iran zwei ausländische Öltanker bei der Durchfahrt in der Golfregion festgesetzt hatte.

Esper: Allianz unserer Staaten unerschütterlich

Esper zeigte sich zufrieden mit dem Treffen. Auf Twitter schrieb er: "Nachdem wir eine Fülle von Fragen mit zentraler Bedeutung für unsere verteidigungspolitischen Beziehungen diskutiert haben, bin ich zuversichtlich, dass die Allianz unserer Staaten unerschütterlich ist."

Bei dem Gespräch, das länger als geplant dauerte, ging es nach Angaben aus Delegationskreisen praktisch um alle Krisenherde von Afghanistan bis zum Nahen Osten. Dazu gehörte auch die deutsche Beteiligung am Kampf gegen die Terrormiliz IS im Irak und im Luftraum über Syrien.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. September 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2019, 21:46 Uhr