1.000 Spenden, tausend Dank Tausend Dank für mehr als 1.000 Blutspenden!

Am 3. Dezember ist die 1.000 "Hauptsache gesund"-Sendung. Bis dahin wollten wir 1.000 Blutkonserven sammeln. Das ist uns Dank der vielen Spender gelungen! Kristina Vogel ist überzeugte Blutspenderin und Patin der Aktion.

Hauptsache gesund Blutspende-Aktion
Das Ziel der 1.000 Spendenwurde erreicht, so gibt es in der Jubiläumssendung am 3. Dezember doppelt Grund zum Feiern. Bildrechte: MDR

Die Redaktion des Magazins "Hauptsache gesund" hat zur 1.000. Ausgabe einen Wunsch an das MDR-Publikum: Spenden Sie Blut! Unter dem Motto "1.000 Spenden, tausend Dank" wollten das MDR-Gesundheitsmagazin und die DRK-Blutspendedienste bis zur Jubiläumsausgabe am 3. Dezember mindestens 1.000 Blutspenden sammeln. Das haben wir inzwischen geschafft - und sammeln mit Hilfe der Zuschauer weiter.

Startschuss: 8. Oktober

Die Blutspendeaktion startete am 8. Oktober. Wer spenden wollte, konnte dazu Termine bei den DRK-Blutspendediensten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzen. "Hauptsache gesund" will mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass Blutspenden dringend gebraucht werden, um Leben zu retten.

Kristina Vogel unterstützt die Aktion

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Spenden bundesweit um rund 20 Prozent zurückgegangen. Eine Ursache dafür ist der demografische Wandel - ältere Stammspender dürfen nicht mehr spenden. Die Zahl der Erstspender hingegen ist zu gering, um die entstandene Lücke zu schließen.

Während der Corona-Krise sind viele Spendentermine ausgefallen. Zudem geht saisonal in der Ferienzeit die Spendenbereitschaft zurück. Dagegen soll mit der Blutspendeaktion aktiv angesteuert werden. Unterstützt wird sie u.a. von den ehemaligen Profisportlern Michael Rösch (Biathlon) und Kristina Vogel (Radsport).

Muss ich mich für eine Blutspende anmelden?

Der Zwischenstand vor der Jubiläumssendung

Blutspendenaktion - Stand 23.11.2020
Wir bedanken uns bei allen, die die Aktion unterstützen! Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das waren die Termine - den Reservierungslink zum jeweiligen Blutspendeort können Sie für spätere Termine weiter nutzen

DARF ICH BLUT SPENDEN?

Warum ist Blutspenden wichtig?

Blut rettet Leben! Pro Tag werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden gebraucht - für Operationen, die Behandlung schwerer Erkrankungen wie Krebs oder um Unfallopfer zu versorgen.

Perspektivisch steigt der Blut-Bedarf durch den demografischen Wandel. Viele der derzeit aktiven Blutspenderinnen und -spender werden in Zukunft altersbedingt nicht mehr spenden können. Schon jetzt liegt ihr Durchschnittsalter bei über 50 Jahren. Gleichzeitig gibt es immer mehr ältere Menschen, die einen höheren Verbrauch an Blutprodukten haben. Um Engpässe zu vermeiden, wird jede Spende gebraucht.

Wem hilft meine Blutspende?

Das meiste Blut – etwa 19 Prozent – kommt bei der Krebstherapie zum Einsatz. 16 Prozent werden bei Herzerkrankungen eingesetzt, weitere 16 Prozent bei Magen- und Darmerkrankungen. Zwölf Prozent aller Blutprodukte helfen bei Verletzungen aus Unfällen.

Grafik - Blutspende Einsatzgebiete
Die Grafik zeigt, wo gespendetes Blut später bei Patienten zum Einsatz kommt. Bildrechte: DRK-Blutspendedienst NSTOB

Wer kann Blut spenden?

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein und mindestens 50 kg wiegen. Bei der ersten Spende sollte nach Angaben der DRK-Blutspendendienste ein Alter von 65 Jahren nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer ärztlichen Voruntersuchung wird die Eignung zur Blutspende jeweils tagesaktuell geprüft. Die letzte Blutspende muss mindestens 56 Tage zurückliegen.

Die weiteren Voraussetzungen variieren leicht, je nachdem wo man spendet. Wer möchte, kann vorab online einen anonymen Spende-Check durchlaufen – zum Beispiel bei den DRK-Blutspendediensten.

Wie oft darf man Blut spenden?

Damit der Körper nach einer Spende genug Zeit hat, sich zu regenerieren, müssen bestimmte Zeit-Abstände eingehalten werden. Männer dürfen innerhalb von zwölf Monaten bis zu sechs Mal Vollblut spenden, Frauen vier Mal. Dabei sollen zwischen den Vollblutspenden mindestens acht Wochen Abstand liegen.

Eine Plasmaspende ist häufiger möglich: Hier dürfen Frauen und Männer maximal 60 Mal im Jahr Plasma spenden. Dabei müssen zwischen zwei Plasmaspenden mindestens drei Tage liegen und zwischen einer Plasma- und einer Vollblutspende mindestens drei Tage.

Was sollte ich vor der Blutspende beachten?

Auch hier gilt: Man sollte sich gut und gesund fühlen. Am Tag der Blutspende viel trinken, etwas mehr als sonst und natürlich alkoholfrei, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Möglichst nicht rauchen, da dies die Qualität der Blutkonserve beeinflusst. Zwei Stunden vor der Blutspende gut essen, möglichst fettarm.

Zur Spende unbedingt ein gültiges amtliches Lichtbilddokument mitbringen, wie Personalausweis oder Reisepass. Wer bereits einen Blutspende-Ausweis besitzt, sollte diesen dabei haben.

Wie lange dauert die Blutspende?

Die eigentliche Blutspende dauert nur rund zehn Minuten. Für den gesamten Ablauf von der Anmeldung bis zur Ruhepause sollte man mehr Zeit einplanen. Eine genaue Zeitspanne lässt sich schwer benennen, denn bei Erstspendern dauern das Arztgespräch und die Blutspende erfahrungsgemäß länger als bei routinierten Teilnehmern.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Bei der Anmeldung werden zuerst die persönlichen Daten aufgenommen und der Spendewillige füllt einen Anamnesebogen aus. Danach werden die Gesundheitsdaten gecheckt: Körpertemperatur, Blutdruck, Puls und der Blutfarbstoffgehalt (Hämoglobinwert). Für letzteres genügt ein kleiner Tropfen aus der Fingerkuppe oder dem Ohrläppchen. Dann entscheidet ein Arzt über die Zulassung zur Blutspende.

Für die eigentliche Blutentnahme liegt der Spender auf einer Liege, während eine Krankenschwester ca. 500 ml Blut entnimmt. Zusätzlich braucht das Labor drei bis vier Röhrchen für die Blut-Untersuchung. Nach ungefähr zehn Minuten wird der Einstich mit einem Pflaster oder einem kleinen Verband geschlossen.

Nach der Blutspende sollte man seinem Körper eine kurze Ruhepause gönnen (ca. zehn Minuten), ausreichend trinken und zur Stärkung etwas essen. Nach einer halben Stunde kann man wieder am Straßenverkehr teilnehmen. Den Verband darf man nach ca. drei Stunden abnehmen.

Was passiert nach der Spende mit meinem Blut?

Mitarbeiter eines Labors bestimmen die Blutgruppe und testen das Blut auf Krankheiten. Dann wird das Blut durch Zentrifugieren in seine einzelnen Bestandteile aufgetrennt:

  • die Erythrozyten (rote Blutkörperchen)
  • die Thrombozyten (Blutplättchen)
  • das Blutplasma


Daraus werden drei Arten von Blutpräparaten gewonnen, die unterschiedlich lang haltbar sind:

  • Erythrozytenkonzentrat ca. 40 Tage einsetzbar
  • Thrombozytenkonzentrat ca. vier Tage einsetzbar
  • Blutplasma ca. zwei Jahre lagerfähig

Grafische Darstellung über Wege einer Blutspende
"Der Weg des Blutes" - von der Spende bis zur Verwendung bei Operationen. Bildrechte: DRK-Blutspendedienst NSTOB

Blutspende in Zeiten des Corona-Virus – Was ist anders?

  • Blutspenden sind systemrelevant. Sie werden dringend gebraucht. Deshalb gilt auch jetzt: Wer gesund ist, kann Blut spenden. Menschen mit grippalen oder Erkältungs-​Symptomen werden nicht zur Blutspende zugelassen.
  • Spendewillige sollten einen Mundschutz tragen und auf einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen achten. Auch die Spendeliegen werden mit Sicherheitsabstand aufgebaut.
  • Wichtiger Hinweis: Im Rahmen der Blutspendeaktion wird nicht auf das auf Coronavirus getestet.

Ist das Corona-Virus über das Blut oder Bluttransfusionen übertragbar?

Nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik geht man davon aus, dass SARS-CoV-2 von symptomlosen Spendern (4 Wochen nach Ausheilung) nicht übertragen werden kann.
Der Transfusionsmediziner Prof. Torsten Tonn erklärt: "Wir wissen heute, dass das Coronavirus nur in den ersten Tagen einer Infektion bei symptomatischen schwerkranken Patienten im Blut zu finden ist. Bei symptomlosen frisch Infizierten ist es eher nicht im Blut zu finden.“

Werden im Rahmen einer Blutspende der Spender oder dessen Blut auf das Corona-Virus getestet?

"Da das Coronavirus nicht durch Blut von gesunden symptomlosen Spendern übertragen werden kann, werden die Blutspenden nicht auf Corona untersucht", konstatiert Prof. Torsten Tonn, medizinischer Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost. Die aktuellen Hygienemaßnahmen reichten zudem aus, um eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 auf einem Blutspendetermin weitgehend auszuschließen. Inwieweit bei einer zunehmenden Verbreitung des Virus auf Blutspendeterminen möglicherweise ein Schnelltest zum Einsatz kommen wird, hänge von der Aussagekraft und Verfügbarkeit der Schnellteste zum Nachweis des Virus im Rachenabstrich ab. "Aktuell sind die begrenzt verfügbaren SARS-CoV-2 Antigen Schnellteste medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Altenpflegeheimen vorbehalten und können dort sinnvoller eingesetzt werden", so Prof. Torsten Tonn.

Organisiert der MDR die Blutspende-Aktion "1000 Spenden, tausend Dank"?

Die Blutspende wird von den DRK Blutspendediensten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt organisiert und durchgeführt. Der Mitteldeutsche Rundfunk widmet sich dem Thema "Blutspende" redaktionell im Umfeld der 1000. Jubiläums-Sendung des MDR-Gesundheitsmagazins "Hauptsache gesund".

Wo kann ich Blut spenden?

Wer helfen möchte, findet in seiner Nähe verschiedene Möglichkeiten, Blut zu spenden. Zum Beispiel beim DRK Blutspendedienst, in Kliniken aber auch bei kommunalen oder privaten Blutspendezentren. Hier eine Übersicht für Mitteldeutschland:

Sachsen


Thüringen


Sachsen-Anhalt

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 08. Oktober 2020 | 21:00 Uhr

Ein Angebot von

Aktuelle Meldungen

Cornelia Lüddemann, Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt, spricht beim 44. ordentlichen Landesparteitag von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt. 27 min
Bildrechte: dpa

MDR SACHSEN-ANHALT hat die Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien zu Gast. Grünen-Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann erzählt im Gespräch mit Julia Rosebrock und Stephan Schulz, wie sie punkten will.

17.05.2021 | 18:39 Uhr

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Mo 17.05.2021 16:00Uhr 27:11 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/spitzenkandidaten-zu-besuch-cornelia-lueddemann100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio
Ein Feldhamster steckt den Kopf aus einem Erdhügel. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das stressige Leben der Feldhamster, zwischen Landwirtschaftsmaschinen und Fressfeinden, hat der Altenburger Naturfilmer Uwe Müller aufgenommen. Dafür hat er sich ein Jahr lang auf die Lauer gelegt.

17.05.2021 | 18:38 Uhr

Mo 17.05.2021 18:00Uhr 00:34 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/video-feld-hamster-aussterben-bedroht-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video