Programmmachen-Aktion "Aber vor die Kamera muss ich heute nicht, oder?"

Der Programmmachen-Tag 2022 bei "Kripo live": Ob einen Beitrag vertonen, eine Anmoderation schreiben oder gemeinsam mit Moderator Gerald Meyer und Redakteur Rico Wolf den Studiotalk vorbereiten – drei Zuschauerinnen und ein Zuschauer waren einen Tag lang voll gefordert.

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Programmmacherin Laura Klimmek mit Sprecher Rainer C. Herzmann in der Vertonung. Bildrechte: MDR/Bettina Goldbach

Erwartungsvolle Gesichter

Ein Sonntag im September. Das gläserne MDR-Hochhaus in der Kantstraße in Leipzig hüllt sich in novemberartigen Nieselregen. Nur wenige Mitarbeiter sind zu sehen. Heute sind nur diejenigen vor Ort, die für ein tagesaktuelles Format arbeiten – so wie an fast jedem Sonntag im Jahr auch das "Kripo live"-Team. Doch diesmal wird es auf der Redaktionsetage deutlich lebhafter als sonst zugehen, denn es ist Programmmachen-Tag bei "Kripo live".

Drei Zuschauerinnen und ein Zuschauer warten am Mittag an der Wache Kantstraße. Erwartungsvolle Gesichter und gleich eine besorgte Frage: "Aber vor die Kamera muss ich heute nicht, oder?", platzt es umgehend nach dem "Herzlich Willkommen beim Mitteldeutschen Rundfunk" aus Gabriele Degen aus Aschersleben heraus. "Nein, Sie müssen nicht. Aber Sie können", beruhigen wir sie und ahnen da noch nicht, dass ausgerechnet sie später in der Vertonung, bei der Vorbereitung des Studiotalks und in der Live-Sendung am aktivsten sein wird.

Kripo live 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Erste Versuche in der Tonkabine

Aus zahlreichen Bewerbungen hatte die Redaktion zwei Wochen zuvor Gabriele Degen (61) aus Aschersleben, Laura Klimmek (27) aus Dresden, Rolf Sondershaus (71) aus Leipzig und Franziska Mühlberg-Janowski (35) aus Langenleuba-Niederhain ausgewählt und zum Programmmachen-Tag nach Leipzig eingeladen. Erster Programmpunkt an diesem Tag: Die TNB, die Tonnachbearbeitung, in der die Vertonung der Beiträge stattfindet. Hier wurden die Gäste vom Redakteur der abendlichen Sendung, Rico Wolf begrüßt, bevor sie die Stimme von "Kripo live", Sprecher Rainer C. Herzmann, kennenlernten. Gebannt hingen die Zuschauer an seinen Lippen, als er die ersten Beiträge vertonte. "Das ist ja faszinierend", staunte Gabriele Degen. "Er liest ja irgendwie mit dem ganzen Gesicht und betont jedes Wort ganz, ganz deutlich. Und dennoch hört es sich nachher vollkommen flüssig an", meinte die Bürokauffrau.

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Sendungsbesprechung mit Moderator Gerald Meyer und den Gästen Franziska Mühlberg-Janowski, Gabriele Degen, Laura Klimmek und Rolf Sondershaus sowie Ekkehard Muntschick und Rico Wolf von der Redaktion (v.l.n.r.). Bildrechte: MDR/Bettina Goldbach

Programmachen-Tag heißt Programm zu machen

Mit Zusehen war es nicht getan: Programm machen hieß ja die Devise, und so wurde als erste Franziska Mühlberg-Janowski in die Sprecherkabine gebeten, um eine Textpassage einzusprechen. "Gar nicht so einfach", wunderte sich die junge Restaurantleiterin hinterher. "Das liest man nicht einfach so, das ist richtig schwierig". Dem Ruheständler und ehemaligen Diplom-Ingenieur für Maschinenbau Rolf Sondershaus war dagegen keine Aufregung anzumerken. Souverän, die zahlreichen Tipps vom Profisprecher beherzigend, sprach er mit tiefer Stimme den Teaser zur Sendung ein – und genau sein "Jetzt in 'Kripo live'…" ging am Abend auch über den Sender.

Nach der Vertonung folgte die Redaktionssitzung, bei der auch die Gäste gefordert waren. Sie sollten sich Gedanken zum Talk-Thema "EC-Karten-Betrug" machen. Für das Interview hatte die Redaktion Polizeihauptmeister Thomas Müller aus Halle eingeladen und die Programmmachenden konnten ihm im Studio eine Frage zur "Prävention" stellen. Das fiel weder Gabriele Degen noch Laura Klimmek schwer. Per Los gewann schließlich Gabriele Degen den Auftritt, was ihr umgehend einen Besuch in der Maske einbrachte.

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Die Spannung steigt: Gabriele Degen kurz vor der Aufzeichnung des Talks. Bildrechte: MDR/Bettina Goldbach

Glücklich, hergekommen zu sein

"Da muss ich ja heute im Sitzen schlafen, damit ich morgen noch so ins Büro gehen kann", strahlte sie – nun fernsehtauglich geschminkt – später bei der Probe im Fernsehstudio. Doch nicht nur Gabriele Degen, auch die anderen drei Programmmacher waren live in der Sendung zu sehen und ihr Fazit am Ende des Tages fiel durchweg positiv aus: "Das war ein total spannender Tag", resümierte Franziska Mühlberg-Janowski. Zustimmendes Nicken bei der Verwaltungsangestellte Laura Klimmek und eine Ergänzung: "Ich fand vor allem das 'Programm machen' spannend und dass man soviel selber machen darf vor der Kamera und in der Vertonung."

Auch Rolf Sondershaus, bekennender MDR-Studiotour-Besucher, hatte noch Neues entdecken können und war sich sicher, dass er auch weiterhin sehr gerne das MDR-Programm und auch "Kripo live" einschalten würde. Er schätzt vor allem die Regionalität der Berichterstattung: "Das finde ich gut, da habe ich eine persönliche Beziehung zu den Themen", betonte er. Gabriele Degen musste nach ihrem Fernsehauftritt dagegen erstmal durchschnaufen, bevor sie ein Fazit ziehen konnte: "Also, ich war aufgeregt bis zu dem Moment, an dem ich dran war, dann ging es", beschrieb sie ihren Auftritt vor der Kamera. Und sie fügte hinzu: "Das ist schon ne tolle Erfahrung und ich bin glücklich, dass ich heute hierhergekommen bin." Glückliche Gäste am Programmmachen-Aktion – na, besser hätte es für das "Kripo live"-Team nicht laufen können. Und deshalb: Bis zum Programmmachen-Tag 2023 – wir freuen uns auf schon auf Sie!

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Gruppenbild mit Moderator: Rolf Sondershaus,  Laura Klimmek, Franziska Mühlberg-Janowski und Gabriele Degen (vl.n.r.) Bildrechte: MDR/Bettina Goldbach

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Kripo Live | 11. September 2022 | 19:50 Uhr

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