Vereinsommer 2019
Bildrechte: Tom Schulze

Steckbrief Gesine Schöps

Gesine Schöps erblickte in der Karnevals-Hochburg Köthen das Licht der Welt. Sie ist ein echtes Pferde-Mädchen und weiß recht früh, dass sie mal beim Fernsehen arbeiten möchte. Nach dem Studium der Sprechwissenschaften in Halle (Saale) kommt sie zum MITTELDEUTSCHEN RUNDFUNK und bringt ihre vielen Talente zur vollen Blüte. Seit 2015 gehört Sie zum festen Reporter-Team von MDR um 2 und MDR um 4.

Vereinsommer 2019
Bildrechte: Tom Schulze

Warst du schon einmal in einem Verein Mitglied?

In meiner Heimatstadt gibt es viele Vereine, ganz weit vorn war natürlich für mich als Köthenerin immer der KUKAKÖ. Da ich aber wenig Talent im Tanzen habe, fiel das schon mal flach. Wahrscheinlich hätte ich sowieso nur allen die Bonbons weggegessen. Heute würde ich am ehesten einem Reitverein beitreten. Ich bewundere auch alle, die in einem Verein einer freiwilligen Feuerwehr mithelfen. Diese Menschen retten Leben, Hab und Gut.

Was ist an dem Vereinsleben deiner Meinung nach interessant?

Mir gefällt der Gemeinschaftsgedanke. Und es ist toll, wenn Menschen zusammenkommen, die alle dieselben Interessen haben. Man merkt, wie wichtig diese Vereine auch für das Zusammenleben in kleinen Städten, Dörfern und Gemeinden sind. Man trifft sich, man probt zusammen, man trinkt vielleicht auch mal die ein oder andere "Apfelschorle" zusammen, so entstehen Freundschaften.

Nehmen wir als Beispiel mal den Zappendorfer Karnevalsverein. Hier kommen viele junge Menschen zusammen und es entsteht dadurch ja auch irgendwie ein Heimatgefühl. Als ich die Jungen und Mädchen in Zappendorf besucht habe, habe ich mich fast geärgert, dass ich in Köthen nie im Karnevalsverein war. Dann durfte ich eine Probestundelang mittanzen und wusste wieder warum. 

Als Reporterin bist du viel in Mitteldeutschland unterwegs. Hast du schon den einen oder anderen außergewöhnlichen oder gar verrückten Verein kennengelernt?

Ja, die Tanzstunde beim Zappendorfer Karnevalsverein ist da wahrscheinlich ganz weit vorn. Ganz ehrlich: die Tanz-Figuren sind nicht ohne. Man braucht viel Koordination und Ausdauer. Allein die Art des Winkens war eine Kunst für sich, aber - versprochen ist versprochen - ich überlasse das in Zukunft gerne wieder den Profis.

Es gibt so viele tolle Vereine, zum Beispiel in Mügeln. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um im Winter auf dem Anger Brot zu backen. Also so richtig im Steinofen. Das hat geduftet und geschmeckt und war sehr gesellig. Ich habe am Ende kaum ein normales Interview führen können, weil ich die ganze Zeit den Mund voller Brot hatte. Hunger hatte ich am Abend keinen mehr.

Du warst schon als Reporterin bei unserem großen MDR Vereinssommer unterwegs! Was ist dir im Kopf geblieben?

Oh ja! Ich werde nie den Start des Vereinssommers vergessen. Da waren wir bei den Jawa-Freunden Magdeburg. Der Sound von mehreren dutzend Jawas, also historischen Motorrädern, die Sonne, die kultigen Outfits, das hatte schon was! Oder der Hettstedter Fanfarenzug.

An diesem Tag kamen so viele Leute und haben ihren Verein angefeuert. Und ich erinnere mich immer gern zurück an den Imkerverein in Nebra. Auf dem Weg dahin haben wir uns alle gefragt, wie oft wir wohl gestochen werden. Am Ende hat es tatsächlich einen erwischt, aber immerhin nur einmal.

Zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2019, 16:23 Uhr