Der Covid-19-Effekt Moskau, Prag, Warschau: Corona fegt Osteuropas Metropolen leer

Osteuropas Touristenhochburgen wirken wie ausgestorben. Die sonst so überfüllten Städte – Moskau, Warschau oder Prag – sind menschenleer. Geschlossene Grenzen: Urlauber kommen vielerorts nicht mehr rein.

leere Innenstadt in Warschau
Die leere Innenstadt Warschaus, wo sonst das Leben tobt Bildrechte: dpa

Osteuropa ist im Corona-Modus. Die Pandemie führt auch bei unseren Nachbarn zu Einschränkungen im täglichen Leben: Von Ausgangssperren über eine Mundschutzpflicht bis zum Stillstand im Personenverkehr. Menschenmassen, Hektik, Schlange stehen vor Sehenswürdigkeiten, all das gibt es nun nicht mehr. Dafür gespenstische Leere. So haben Sie die Metropolen Osteuropas noch nie gesehen:

Auswirkungen von Covid-19 Leere, leere, leere

leere Altstadt in Prag
Prag ist dieser Tage nicht mehr wiederzuerkennen. Die quirlige Stadt mit vielen Millionen Besuchern jährlich ist von einer auf die andere Woche wie leergefegt. Bildrechte: dpa
leere Altstadt in Prag
Prag ist dieser Tage nicht mehr wiederzuerkennen. Die quirlige Stadt mit vielen Millionen Besuchern jährlich ist von einer auf die andere Woche wie leergefegt. Bildrechte: dpa
Ein junger Mann mit einer Mundschutzmaske geht über die leere Karlsbrücke
Auf der Karlsbrücke, dem Wahrzeichen der Stadt, drängen sich normalerweise Touristen dicht an dicht. Angesichts der Ausgangssperre sind Fußgängermassen dort mittlerweile Fehlanzeige. Bildrechte: dpa
Ein Mann mit Mundschutz neben einer Metro
Ganz Tschechien steht unter Quarantäne. Arztbesuche, Einkaufen oder Arbeiten: Nur noch in Ausnahmefällen darf man vor die Tür oder gar die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – und alles auch nur noch mit Mundschutz. Bildrechte: dpa
Einkaufsstraße in Moskau
Ein ähnliches Bild in Moskau. Nur wenige flanieren auf der sonst so vollen Fußgängerzone Nikolskaya voller Cafés und Geschäfte. Touristen sucht man vergeblich. Das Land lässt keine Ausländer mehr rein, die Grenzen sind dicht. Bildrechte: dpa
Abgedeckte Dinge
Faktisch bleiben alle Museen, Theater und Kinos geschlossen. Dort dürfen sich nicht mehr als 50 Menschen aufhalten. Das Moskauer "Taganka" Theater (auf dem Bild) ist seit 17. März zu. Das gleiche soll bald flächendeckend auch für alles Schulen gelten. Bildrechte: dpa
zwei Fußballspieler
In der russischen Fußball-Liga rollte vergangenes Wochenende noch der Ball zwischen CSKA Moskau und Ufa vor teils leeren Rängen. Seit kurzem ist der Spielbetrieb nun eingestellt. Trainiert wird bei vielen Vereinen allerdings weiter. Bildrechte: dpa
cancelled auf Tafeln am Flughafen
Auch in der Ukraine sind die Auswirkungen der Atemwegserkrankung COVID-19 deutlich zu spüren. Seit 17. März sind internationale Flugverbindungen größtenteils gekappt. Bildrechte: dpa
leerer Bahnhof
Gleichzeitig gilt seit dem 18. März eine Schutzmaskenpflicht im öffentlichen Personen-Nahverkehr. Der läuft zwar weiter, doch mit deutlich eingeschränkter Passagierzahl. In Kiew, Charkiw und Dnipro stehen sogar die U-Bahnen komplett still. Bildrechte: dpa
Menschen halten Abstand, während sie vor einem Postamt Schlange stehen.
In Ungarn ist landesweit der Notstand ausgerufen. Auch hier heißt es: Abstand halten – wie man auf diesem Foto von Debrecen sieht, auf dem die Menschen vor dem Postamt warten. Bildrechte: dpa
leere Autobahn
Der öffentliche Verkehr aus Ungarn nach Österreich und Slowenien ist eingestellt. So ist die Autobahn M7 nahe der kroatischen und slowenischen Grenze fast leer. Bildrechte: dpa
leere U-Bahn-Station
Drastische Einschränkungen gibt es auch in Polen: Wer zur Arbeit, zum Einkaufen oder zum Arzt muss, der sollte auf das eigene Auto umsteigen. Der Nahverkehr ist eingeschränkt, Züge rollen selbst in der Hauptstadt Warschau weitgehend nicht mehr, die U-Bahnen stehen still. Auch die internationalen Flug-, Bahn- und Schiffsverbindungen für den Personenverkehr sind unterbrochen. Bildrechte: dpa
leere Innenstadt in Warschau
Viele Menschen arbeiten von zu Hause. Wie hier in Warschau sind landesweit Restaurants, Cafés, Bars, Shopping-Malls sowie Schulen und Unis geschlossen. Verlassene Städte, Straßen und Plätze: Das ist das Bild in vielen osteuropäischen Städten. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL am 20.03.20, 17.45 Uhr, im TV) Bildrechte: dpa
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leere Innenstadt in Warschau
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(me)

Über dieses Thema berichtet der MDR auch im TV: MDR AKTUELL | 20.03.2020 | 17:45 Uhr