Fasching im ungarischen Mohács

Eine Menschgruppe trägt traditionelle Masken am Buso-Karneval in Mohacs.
Das Faschingsfest in Mohács, die Busójárás, ist das größte und berühmteste Ungarns. Tausende Schaulustige reisen alljährlich in die Stadt an der Donau, um den Umzug der Busó mit ihren furchterregenden Masken zu erleben. Bildrechte: IMAGO
Eine Menschgruppe trägt traditionelle Masken am Buso-Karneval in Mohacs.
Das Faschingsfest in Mohács, die Busójárás, ist das größte und berühmteste Ungarns. Tausende Schaulustige reisen alljährlich in die Stadt an der Donau, um den Umzug der Busó mit ihren furchterregenden Masken zu erleben. Bildrechte: IMAGO
Mohacs
Die Busó treffen sich am ersten Faschingstag auf einer kleinen sumpfigen Insel in der Donau. Dann setzen sie mit kleinen Booten über ans Festland in Mohács. Bildrechte: IMAGO
Mohacs
Der Legende nach haben sich die Einwohner von Mohács 1526 auf diese Inseln nach der Niederlage gegen die Osmanen gerettet. Gut 150 Jahre später, 1687, sind die Busó ans Festland übergesetzt und haben die Osmanen in der Schlacht von Mohács vertrieben - weil ihre Masken so furchterregend waren. Bildrechte: IMAGO
Mohacs
Einer anderen Überlieferung nach ist der Ursprung der Busójárás ein uraltes Ritual, um den Winter zu vertreiben und den Frühling einzuläuten ... Weiter geht es dann jedenfalls zu Fuß nach Mohács hinein ... Bildrechte: IMAGO
Mohacs
Die Busó haben große Hörner oder Ratschen dabei, mit denen sie ständig gehörig Krach machen, um die Osmanen und den Winter derart zu erschrecken, dass beide Reißaus nehmen. Bildrechte: IMAGO
Maske
Die Kostüme der Busó haben sich im Laufe der Jahrhunderte nicht verändert. Zum Kostüm gehören ein Schafpelz und eine Maske. Bildrechte: IMAGO
Gesichtsmaske mit Hörner
Die Masken werden aus Weidenholz geschnitzt. Etwa ein Dutzend Holzschnitzer gibt es in Mohács. Für eine Maske benötigen sie gut zwei Arbeitstage. Die Hörner stammen meist vom örtlichen Metzger. Bildrechte: IMAGO
Straßenfest
Sechs Tage lang dürfen die Busó tun und lassen, was sie wollen. Jeder Schabernack ist erlaubt. Denn schließlich weiß niemand, wer sich unter den Masken versteckt. Bildrechte: IMAGO
Mohacs
Mittlerweile ist es Tradition, dass die Einwohner von Mohács Karnevalsfreunde aus anderen Städten Ungarns oder gar aus dem Ausland einladen, beim Busójárás dabei zu sein. Der Hintergedanke: Je mehr Busó beim Umzug dabei sind, desto leichter lassen sich Osmanen und Winter vertreiben. Bildrechte: IMAGO
Menschenmenge um Feuer herum bei traditionellen Karnevals Feierlichkeiten in Mohacs, südliches Ungarn
Wenn am Faschingsdienstag die Nacht hereinbricht, wird auf dem Marktplatz ein großes Feuer entzündet und der Winter in Gestalt einer Strohpuppe verbrannt. Es ist der Höhepunkt des Faschings. Die Busó stehen dann noch eine Weile um das Feuer herum und schauen, ob die Puppe auch wirklich verbrannt ist. Bildrechte: IMAGO
Zwei Männer laufen auf einer Straße
Am nächsten Morgen gehen die Busó nach Hause. Im folgenden Jahr werden sie wiederkommen, um die Osmanen und den Winter in Mohacs erneut zu vertreiben.

Über dieses Thema berichtete MDR um 4 auch im:
TV | 15.02.2017
| 16:00 Uhr.
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