Russland Moskau: Weihnachten feiern im Januar

Während hierzulande die Weihnachtsbäume nun abgeschmückt werden, steuert die Metropole Moskau auf den Weihnachtshöhepunkt zu. Erst am 7. Januar wird in Russland Weihnachten gefeiert. Moskau hat sich in ein "Weihnachts-Disneyland" verwandelt.

Deko vor dem Bolschoi Theater
Die Dekoration auf dem Platz vor dem Bolschoi-Theater erinnert an russische Märchenkronen. Bildrechte: imago images/Russian Look

Noch bis zum 12. Januar befindet sich Moskau im Ausnahmezustand. Die ganze Stadt ist erleuchtet, sogar der Kreml wirkt wie eine weihnachtliche Disneyland-Kulisse. Jedes Jahr Mitte Dezember wandelt sich die Stadt. Alle wichtigen Orte werden dann opulent beleuchtet. Thema des diesjährigen Moskauer Jahreswechsels: "Eine Reise in die Weihnacht".

Eislaufen - die liebste Beschäftigung zu Weihnachten

Schlittschulaufen auf dem Roten Platz
Schlittschuhlaufen auf dem Roten Platz. Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

Eislaufen gehört für die Russen in der Weihnachtszeit dazu. Mehr als 1.400 Eislaufbahnen gibt es allein in Moskau, schließlich ist Schlittschuhlaufen eine der liebsten Beschäftigungen gestresster Großstädter. Auch auf dem Roten Platz kann man dann auf Schlittschuhen seine Runden drehen.

Väterchen Frost kommt am 31. Dezember

Väterchen Frost
Väterchen Frost - hier auf dem Manege-Platz in Moskau - trägt eine prächtigere Bekleidung als der deutsche Weihnachtsmann. Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

In Russland kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern Djed Moros - Väterchen Frost - und beschenkt Kinder und Erwachsene. Die Geschenke bringt Väterchen Frost am 31. Dezember. Anders als bei uns steht in Russland Silvester, das russiche Jolkafest, im Mittelpunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten. Nicht nur das Schenken fällt in Russland auf einen anderen Tag als bei uns in Deutschland.

Ende der Fastenzeit

Menschen gehen an geschmückten Weihnachtsbäumen vorbei
Die Einkaufsstraßen Moskaus sind festlich geschmückt. Bildrechte: imago images / Xinhua

Auch Heiligabend wird in Russland später gefeiert - nämlich am 6. Januar. Der Tag ist bekannt unter dem Namen Sochelnik oder Koljadki. Am meisten feiern die Russen aber, wenn um Mitternacht endlich die weihnachtliche Fastenzeit endet. Dann beginnt Weihnachten! 40 Tage fasten einige Russen zuvor - natürlich wird dabei auch auf Süßigkeiten verzichtet. Erlaubt sind aber Nüsse und Trockenfrüchte, die es in den Buden auf den Weihnachtsmärkten zu kaufen gibt.

Die größte Tanne für den Kreml

Menschen suchen einen Weihnachtsbaum aus
Oma und Enkel beim Kauf eines Weihnachtsbaums auf einem der 300 Weihnachtsbaum-Basare in Moskau. Bildrechte: imago images / ITAR-TASS

Statt großer Schlemmereien gibt es in der Vorweihnachtszeit also eher Genuss für die Augen. Moskau ist auch zu Weihnachten eine Stadt der Superlative. Meterhohe Weihnachtsbäume gibt es in der ganzen Stadt. Die schönste Tanne steht im Kreml. An sie gibt es ganz spezielle Anforderungen: Sie muss ungefähr 30 Meter hoch und 100 Jahre alt sein. Außerdem gibt es in der Stadt fast 300 "Tannenbaum-Basare", auf denen die Moskauer ihren Baum für Zuhause kaufen können.   

Deko im Sarjadja-Park
Der Sarjadje-Park im Zentrum Moskaus - zu Weihnachten märchenhaft illuminiert. Bildrechte: imago images/Russian Look

Vom 1. bis zum 8. Januar haben die Russen dieses Jahr arbeitsfrei - sie haben also genug Zeit zum Feiern. Oder um die prachtvolle Beleuchtung auf Moskaus Plätzen und Straßen zu genießen. Besonders aus der Ferne betrachtet, wirkt alles doch ganz romantisch und besinnlich. С Рождеством! Frohe Weihnachten!

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im Fernsehen: MDR AKTUELL | 06.01.2018 | 19:30 Uhr