Osteuropa

Ostblogger Serbien Eigenproduktion statt Massenware: altes Handwerk in Serbien

Selbstgestopfte Kissen, Bonbons in Handarbeit und Bratenfleisch als Handwerkskunst: in Serbien findet man noch vereinzelt die kleinen, feinen Läden mit Eigenproduktion. Ostblogger Andrej Ivanij hat sie besucht.

Selbgemachte Bonbons aus Belgrad
Für den hohlen Zahn: Viel verdient man nicht als Bonbon-Hersteller, aber die Liebe zur Süßware liegt der Familie Bosiljčić in den Genen. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Selbgemachte Bonbons aus Belgrad
Für den hohlen Zahn: Viel verdient man nicht als Bonbon-Hersteller, aber die Liebe zur Süßware liegt der Familie Bosiljčić in den Genen. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
"Ehre die Tradition, ehre dein Werkzeug, ehre deine Kunden" ist das Motto von Branislav Bosiljčić, einem der zwei Brüder, die das Familiengeschäft übernommen haben. An der Technik für die Herstellung der Süßigkeiten hätten sie nichts geändert, sagt er. Lokum, eine Art weiches Kaubonbon aus Sirup, schneide er genau wie sein Großvater 1936. Damals seien es nur zwei Sorten gewesen, heute sind es 14 Sorten Lokum. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Bonbonladen in Belgrad
1963 sind sie in diesen Laden am Rande von Belgrad umgezogen und produzieren hier Bonbons, Lokum und andere Süßigkeiten. Nun sind sie das letzte Geschäft mit hausgemachten Bonbons in Belgrad. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Süßwaren in Kisten
Bonbons zu machen ist ein körperlich schwieriges Handwerk, deshalb greifen die meisten Zuckerbäcker zur Fabriktechnologie. "Doch man spürt den Unterschied", sagt Branislav. Denn keine Maschine könne das Geschick und das Gefühl des Handwerkers ersetzen. Ich kann das nur bestätigen: die Süßigkeiten sind von einer anderen Welt, der Geschmack wie aus einem anderen Jahrhundert. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanij
Handwerk Belgrad
Fast verduftet: Nur noch einen Parfüm-Macher gibt es in Serbiens Hauptstadt Belgrad. Das Parfüm wird hier in Handarbeit zusammengestellt aus verschiedenen Essenzen. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
Stolz steht der Vater des heutigen Eigentümers vor seinem Geschäft. Sein Sohn Nenad Jovanov hat das alte Familiengeschäft übernommen. Seine Eltern haben es 1954 eröffnet. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Parfum Eau de Toilette
Die hausgemachten Parfüms sind wesentlich günstiger als bekannte Marken, die sich viele Serben nicht leisten könnten. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanij
Handwerk Belgrad
Aufgedeckt: Nur noch einen Bettdecken-Näher gibt es in Belgrad! Auch Kopfkissen und Matratzen werden von Eigentümer Predrag Janković repariert. Er hat das Geschäft von seinem Großvater übernommen, der es 1955 gründete. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
"Nadel und Fingerhut sind das einzige Werkzeug, das ein Bettdeckenmacher braucht", sagt er. Die meisten Kunden lassen sich hier ihre Bettdecken, Matratzen oder Kopfkissen reparieren. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
Bestellungen von neuen, handgemachten, mit Daunen gefüllten Bettecken sind selten, weil das für viele zu teuer geworden ist. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
Herr Janković kommt kaum über die Runden. Doch er liebt sein Handwerk, und er ist ein auch bisschen stolz, der letzte Bettdeckenmacher in Belgrad zu sein. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Handwerk Belgrad
Hier braucht man Stehfleisch: Schlange stehen für das beste Fleisch gehört bei den beliebtesten Bratmeistern von Belgrad dazu. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Schwein auf Wand von laden
Am größten Verkehrsknoten im Zentrum von Belgrad befindet sich einer von vielen Bratenläden in der Hauptstadt. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanij
Handwerk Belgrad
Zu Festen sind Lamm- oder Schweinbraten unersetzlich. Traditionell werden Lamm oder Spanferkel in spezialisierten Bratenläden gedreht. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
Schwein auf Plakat
Bald machen sie wieder ihr größtest Geschäft, denn Silvester ist die Nachfrage besonders groß. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanij
Handwerk Belgrad
Gut behütet: Belgrad ist bekannt für seine Hutmacher. Das Geschäft zahlt sich aus. Viele Touristen wollen sich handgemachte Kopfbedeckungen „Made in Serbia“ mit nach Hause nehmen. Bildrechte: MDR/Andrej Ivanji
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