Osteuropa

Foto der Woche Wie ist Bahnfahren in Osteuropa?

Ein Bahnsteig mit einem Zug
Die Züge in Tschechien sind sauber, meistens pünktlich und oft steht den Reisenden gut funktionierendes W-LAN zur Verfügung. Ein großes Manko gibt es aber dennoch: Die tschechische Bahn ist zwar sehr preiswert, aber auch sehr langsam. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Ein Bahnsteig mit einem Zug
Die Züge in Tschechien sind sauber, meistens pünktlich und oft steht den Reisenden gut funktionierendes W-LAN zur Verfügung. Ein großes Manko gibt es aber dennoch: Die tschechische Bahn ist zwar sehr preiswert, aber auch sehr langsam. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Sitzplätze in einer Bahn
Von Prag nach Budweis sind es zum Beispiel nur 150 Kilometer, der Zug braucht für diese Strecke jedoch mehr als zwei Stunden. Das tschechische Pendant zum ICE sind die Pendolino-Züge. Auf der Strecke zwischen Prag und Mährisch-Ostrau, der drittgrößten Stadt Tschechiens, erreichen sie bis zu 160 Kilometer pro Stunde. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Eine Frau in einem Zug
Preiswert ist der Besuch des Speisewagens in der tschechischen Bahn. Ostbloggerin Helena Šulcová hat die Karte unter die Lupe genommen: Ein kleines Bier vom Fass kostet umgerechnet etwa 1,40 Euro und böhmischen Lendenbraten mit Rahmsauce und Knödeln bekommt man für 6,50 Euro. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Ein Zugticket in tschechischer Sprache
Die Ostbloggerin fährt regelmäßig mit der Bahn nach Olmütz, das 250 Kilometer von Prag entfernt liegt. Für die Fahrkarte und eine Platzreservierung in der zweiten Klasse bezahlt sie umgerechnet zehn Euro. Der Grund für den niedrigen Preis ist die Konkurrenz auf dieser Strecke - neben der staatlichen tschechischen Bahn fahren hier noch zwei Privatanbieter (RegioJet und LeoExpress). Rentner, Studenten und Kinder fahren in Tschechien zudem fast kostenlos. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung beschlossen, dass sie einen Rabatt von 75 Prozent auf Bahntickets erhalten. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Ein Zug im Bahnhof
Wer in Polen mit dem Zug fährt, sollte ein Meister darin sein, den Überblick zu bewahren. Denn auf denselben Strecken gibt es mehrere Anbieter mit verschiedenen Tickets. Das liegt unter anderem daran, dass jede Woiwodschaft (ähnlich den deutschen Bundesländern) ihr eigenes Bahnsystem hat und es eine Vielzahl von Privatanbietern gibt. In den Ballungsgebieten versuchen die Kommunen, die Tickets zu vereinheitlichen, so dass sie für alle Züge auf der jeweiligen Strecke gültig sind. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Zug fährt in den Bahnhof ein
Die Polen meckern zwar viel über die Bahn, dennoch funktioniere das Bahnsystem ganz gut, meint Ostbloggerin Monika Sieradzka: "Jedes Mal, wenn ich in Deutschland Zug fahre, gibt es Verspätungen und Zugausfälle. In Polen passiert mir das sehr selten." Besonderen Komfort bieten die Schnellzüge: Dort gibt es kostenlos Tee, Wasser und Kaffee. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Zug steht auf einem Bahngleis.
Die ältesten Züge, die in Polen noch in Betrieb sind, sind die EN57-Züge aus den 1960er-Jahren. Mit Fördergeldern der EU werden sie derzeit modernisiert: Die Züge bekommen Anzeigen und Klimaanlagen. Außerdem werden die alten Plastiksitze durch neue ersetzt. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Zug von innen.
Denis Trubetskoy, unser Ostblogger in der Ukraine, ist neulich mit dem Schnellzug von Kiew nach Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, und zurück gefahren. In die Schnellzüge darf man in der Regel bereits rund 40 Minuten vor Fahrtbeginn einsteigen. Das ist sehr praktisch, denn auf dem Kiewer Hauptbahnhof ist es derzeit ganz schön kalt. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Ein Bahnticket auf dem Handy.
Die Zugtickets können die Ukrainer bequem auch online kaufen. Bei der Fahrkartenkontrolle reicht es, das Ticket auf dem Handy zu zeigen. Die Schnellzüge sind seit ihrer Einführung 2012 mit kostenlosem W-LAN ausgestattet. Die Verbindung ist zwar nicht besonders schnell, aber die Passagiere nutzen sie trotzdem gern. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine Speisekarte.
Im Zug kann man durchaus gut essen. Dennoch gibt es immer wieder Passagiere, die nach alter sowjetischer Tradition, Mengen an mitgebrachtem Essen im Zug verspeisen. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Passanten vor einem Bahnhofsgebäude.
Nach fast fünf Stunden kommt Ostblogger Denis Trubetskoy am Bahnhof in Charkiw an. Für eine etwa 500 Kilometer lange Strecke sei das nicht schlecht, meint er. Eigentlich könnten die Schnellzüge noch deutlich schneller fahren, dafür sind die Schienen aber zu veraltet. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Eine kaputte Rolltreppe.
Die Bahnhöfe stellen zurzeit aber ein viel größeres Problem als die Züge und Schienen dar. Bei der Rückkehr nach Kiew funktioniert zum Beispiel die Rolltreppe nicht. Seit Jahren ist das eher die Regel als die Ausnahme. Auch der Anblick des restlichen Bahnhofs lässt laut Ostblogger Denis Trubetskoy zu wünschen übrig.

Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: MDR aktuell | 03.12.2018 | 21:45 Uhr
Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
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Ein Zug steht auf einem Bahngleis.
Die ältesten Züge, die in Polen noch in Betrieb sind, sind die EN57-Züge aus den 1960er-Jahren. Mit Fördergeldern der EU werden sie derzeit modernisiert: Die Züge bekommen Anzeigen und Klimaanlagen. Außerdem werden die alten Plastiksitze durch neue ersetzt. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka