Osteuropa

Kaffee-Boom in Kiew: Die Ukraine als Hochburg der Kaffeekultur

Junge Frauen sitzen 2007 in einem Straßencafé in Kiew
Wenn unser Ostblogger Denis Trubetskoy Gäste in Kiew empfängt, sind die regelmäßig von den Cafés in der ukrainischen Hauptstadt begeistert. Das hat ihn dazu motiviert, eine kleine Kaffee-Tour durch Kiew zu machen. Bildrechte: IMAGO
Junge Frauen sitzen 2007 in einem Straßencafé in Kiew
Wenn unser Ostblogger Denis Trubetskoy Gäste in Kiew empfängt, sind die regelmäßig von den Cafés in der ukrainischen Hauptstadt begeistert. Das hat ihn dazu motiviert, eine kleine Kaffee-Tour durch Kiew zu machen. Bildrechte: IMAGO
Kaffee Ukraine
Die Tour beginnt dort, wo die aktuelle Entwicklung etwa vor drei Jahren begonnen hat: Das Kaffeehaus "Yellow Place" im angesagten Kiewer Bezirk Petschersk gilt als einer der progressivsten Coffee-Shops im ganzen Land. "Yellow Place" ist ein klassischer Vertreter der sogenannten "Dritten Kaffeewelle", die auf hochwertig produzierten Kaffee und damit auf den perfekten Genuss  setzt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Anfangs habe man 20-30 Tassen pro Tag verkauft, mittlerweile seies es etwa 300, erklärt "Yellow Place"-Barista Pawlo Poltorakin, der als Gesicht des Shops gilt. Inspiration holt man sich auch aus Berlin. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Es gibt nur frisch gerösteten Kaffee. Doppelespresso ist Basis für alle Getränke. Billig ist "Yellow Place" für ukrainische Verhältnisse keinesfalls: Für eine Tasse Flat White, als "Ersatz" für den von der "Dritten Kaffeewelle" verachteten Americano, muss man zwei Euro ausgeben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Das Kaffeehaus "Blur", ebenfalls in Petschersk, hat erst im Frühjahr eröffnet. Hier ist es preiswerter. Flat White gibt es je nach Art schon ab einem Euro. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Der Coffee-Shop liegt direkt an der U-Bahn-Haltestellte Klowska. Eine günstige Lage. Über Gästemangel musste man sich von Anfang an nie beklagen. In Stoßzeiten müssten die Gäste bis zu 15 Minuten auf ihren Kaffee warten, erzählt Mitinhaber Jewhen Biloussow. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Einen so schnellen und großen Erfolg hatte Biloussow nicht erwartet. Sein Kaffeehaus verfolgt eine andere Politik als "Yellow Place". Man gehe stärker auf die Kunden ein. Versuche aber trotzdem, sie neugierig auf wirklich guten Kaffee zu machen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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"Come and Stay" im Zentrum Kiews, nahe der U-Bahn-Station Lwa Tolstoho, gehört zu den etablierten Kaffeehäusern der Stadt. Beliebt ist "Come and Stay" nicht nur wegen seines sehr guten Kaffees, sondern auch wegen der sehr gesprächsfreundlichen Atmosphäre. Viele der Besucher würden zu Stammgästen, sagt Betreiber und Barista Olexander Grysunow. Das sei für ihn und das Team die größte Auszeichnung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Einen Kaffee bekommt man im "Come and Stay" ab einem Euro. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Die Gäste sind offenbar sehr zufrieden mit Kaffee und Service ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Für "Come and Stay"-Chef Grysunow spielen die Coffee-Shops der ukrainischen Hauptstadt in der ersten Liga. In Kiew finde man deutlich bessere Cafés als in Paris und Madrid. Nur Berlin könne mit Kiew konkurrieren. Die Kiewer Baristas müssten allerdings noch lernen, um es bis an die Weltspitze zu schaffen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Taras Jakowljew (li) und Jaroslaw Drusjuk (re) betreiben die Webseite Blackfield Coffee. Man trinke viel Kaffee, wisse auch eine ganze Menge über das Thema, lasse aber vor allem Experten reden, sagt Journalist Drusjuk. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Jakowljew, ein bekannter Instagram-Blogger, glaubt, dass die Kaffeekultur in Kiew bald ihr Höhepunkt erreicht haben wird. Deshalb wollten er und sein Kompagnon mit ihrer Idee schnell auf den Markt kommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Zum Trend gehören aber nicht nur die Shops der "Dritten Kaffeewelle", sondern auch Mainstream-Ketten wie "Aroma Kawa", die mittlerweile fast an jeder Ecke Kiews präsent ist. Der etwas billigerer Kaffee von "Aroma Kawa" wird von Experten wie Jakowljew und Drusjuk kritisiert, kommt aber beim regulären Publikum ziemlich gut an. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Interessant sind auch kleinere Cafés wir hier an der U-Bahn-Station Obolon, die meist von Studenten ins Leben gerufen werden und ziemlich guten Kaffee für kleines Geld anbieten. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch am 17.07.2018, um 19:30 Uhr.) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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