Prager Stadtverwaltung will Verkauf von russischen Souvenirs verbieten

Russischer Nippes in Prag
Die Prager Stadtverwaltung will Touristenläden im Zentrum der Stadt schließen, die russische Matroschka-Puppen und Fellmützen mit Sowjet-Symbolen verkaufen. Die verkauften Waren seien oft überteuert. Außerdem würden solche Geschäfte den guten Ruf Prags beschädigen, so die Prager Stadtverwaltung. Unsere Ostbloggerin Helena Šulcová, hat sich die Läden im Prager Zentrum angeschaut. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Die Prager Stadtverwaltung will Touristenläden im Zentrum der Stadt schließen, die russische Matroschka-Puppen und Fellmützen mit Sowjet-Symbolen verkaufen. Die verkauften Waren seien oft überteuert. Außerdem würden solche Geschäfte den guten Ruf Prags beschädigen, so die Prager Stadtverwaltung. Unsere Ostbloggerin Helena Šulcová, hat sich die Läden im Prager Zentrum angeschaut. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Wir Tschechen mögen es nicht, wenn jemand sagt, dass Tschechien in Osteuropa liegt. Wir sind stolze Mitteleuropäer. Als ich mich aber an einem sonnigen Vormittag auf dem Weg vom Prager Altstädter Ring zur Karlsbrücke gemacht habe, habe ich mich vor manchen Läden wie auf dem Alten Arbat, einer Fußgängerzone im Zentrum von Moskau, gefühlt. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Der Verkauf von russischem Kitsch gehört auf dem Prager Königsweg zum Alltag. In diesem Geschäft bietet man Matroschka-Puppen jeder Art an. Eine mit Putin-Bild kann man hier für umgerechnet 25,50 Euro kaufen. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Und noch mehr "Russland" findet man in der Passage "U Salamouna" bei der Karlsbrücke. Russische Fellmützen gehören hier zu den häufig angebotenen Waren. Eine Mütze mit Sowjet-Symbolen - Hammer und Sichel - kostet umgerechnet 20 Euro. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Die Prager Stadt-Verwaltung will nun die Mietverträge mit einigen solcher Souvenir-Shops nicht verlängern. Die Läden, die es trifft, werden in den nächsten Monaten benachrichtigt. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Nicht jeder hat Verständnis für die Pläne der Stadt. Simone beispielsweise - ein Italiener, der auf dem Königsweg in Prag Schürzen und Lätzchen verkauft. Simone sitzt den ganzen Tag hinter seiner Nähmaschine vorne im Laden, auf Wunsch stickt er Namen auf die gekauften Souvenirs. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Er kenne einige der Männer, die hier die Matroschkas verkaufen. Es seien Tschechen, sehr nette Jungs, erzählt er mir und zeigt Verständnis dafür, dass jemand in Prag typische russische Sachen verkauft. "Sie machen einen guten Umsatz damit, also warum sollten sie es nicht verkaufen?", fragt Simone und stickt meinen Namen "Helena" auf ein Stück Papier. Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Wirklich typische tschechische Dinge auf dem Königsweg in Prag zu bekommen, ist schwierig. Denn selbst "Trdelník", hier als "Altpragische" oder "Altböhmische" Spezialität angeboten, stammt aus der Slowakei. Eigentlich sogar aus Siebenbürgen.  Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
Russischer Nippes in Prag
Die Prager Stadtverwaltung will in der Zukunft vor allem Läden unterstützen, die Waren von tschechischen Firmen und Künstlern verkaufen. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV, am  20.09.2017 | 21:45 Uhr.) Bildrechte: MDR/Helena Šulcová
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