Osteuropa

Foto der Woche Von Märchenhäusern und Super-Toiletten: Klos in Osteuropa

Auch in Osteuropa schätzt man das stille Örtchen als Rückzugsort für das dringende Bedürfnis. Klar, auch die Stehlatrinen gibt es noch, aber unsere Ostblogger zeigen, wie schick der Toilettengang sein kann oder auch wie "märchenhaft".

Eine Holzhütte auf einer Wiese
Sie erinnern an kleine Hexenhäuser, aber das, was darin passiert, ist kein Hexenwerk. In Litauen werden diese Klos im Freien auch "Märchenhäuschen" genannt, erzählt Ostbloggerin Vytene Stasaityte. Sie stehen an Raststätten, Haltestellen oder Friedhöfen auf dem Land. Bildrechte: MDR/Vytene Stasaityte
Eine Holzhütte auf einer Wiese
Sie erinnern an kleine Hexenhäuser, aber das, was darin passiert, ist kein Hexenwerk. In Litauen werden diese Klos im Freien auch "Märchenhäuschen" genannt, erzählt Ostbloggerin Vytene Stasaityte. Sie stehen an Raststätten, Haltestellen oder Friedhöfen auf dem Land. Bildrechte: MDR/Vytene Stasaityte
Eine Holzhütte auf einer Wiese
Nur die ganz Tapferen trauen sich, ihre Geschäfte in so einer Holzbude hockend über einem Loch zu erledigen. Was nach Spaß aussieht, zeugt leider oft von Armut. Besonders auf dem Land ist das Problem groß, denn viele Haushalte leben immer noch ohne Anschluss an das öffentliche Abwassersystem. Bildrechte: MDR/Vytene Stasaityte
Ein Plumsklo auf einer Wiese
Die Statistik von 2016 zeigte, dass 25 Prozent der Einwohner nicht an das zentrale Abwassersystem angeschlossen sind.  Nur langsam kommt die Regierung in die "Pötte". Eine Mahnung von der Europäischen Kommission gab es schon: Wenn die Lage sich nicht bald ändert, droht Litauen eine Geldstrafe. Bildrechte: MDR/Vytene Stasaityte
Eine Toilette von außen
In der Hauptstadt Vilnius gibt es schon mehr Luxus. 58 öffentliche Toiletten gibt es in der ca. 600.000 Einwohner Stadt. Mit Öffnungszeiten und Toilettenfrau sind sie fast "märchenhafter" als die "Märchenhäuschen." Bildrechte: MDR/Vytene Stasaityte
Ein Bild der Freiheitsstatue auf einer Toilette
Auf dem Warschauer Zentralbahnhof grüßt die Freiheitsstatue den Nutzer. In die weite Freiheit des Abflusses geht es aber nur für das sogenannte "Geschäft" beim Spülen. Der Nutzer muss sich mit dem Bild begnügen, weiß unsere Ostbloggerin Monika Sieradzka. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Eine Toliette
Die Warschauer sind so begeistert von diesen Klos, die sie auf eine Weltreise mitnehmen, dass sie diese liebevoll "Super-Toilette" nennen. Jede Toilette hat übrigens ein anderes Motiv, bei manchen kommt man sich gar beobachtet vor! Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Eine öffentliche Toilette außen
Auch sonst lassen sich die Polen viel einfallen. Die öffentlichen Toiletten sind ganze Hightech-Häuschen mit Selbstbedienung. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Herz auf einer Fliese
Nostalgisch und an das gute alte Toilettenhäuschen mit Herz-Guckloch bei der Oma erinnert da nur noch das angemalte Herz. Bei der Zahlung sind uns die Polen einiges voraus, hier zahlt man auch per Karte und nicht nur bar. Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Raum mit lila Beleuchtung
Eine Besonderheit sind die Toilettenzeichen in Polen. Ein Kreis für die Frauen... Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Ein Raum mit lila Beleuchtung
und ein Dreieck für Männer. Es sind die traditionellen Bezeichnungen auf Toilettentüren. Leider werden es immer weniger, weil die Touristen sich oft verirren. Diese hier hat Monika Sieradzka in einem alten Kino außerhalb von Warschau gefunden.   Bildrechte: MDR/Monika Sieradzka
Schilder an einer Toilettetür
In Russland macht man gleich beides, weiß Ostblogger Maxim Kireev. Bei dem Damen steht über dem Frauen-Abbild ein Ж (Zh) für Zhenschiny. Bei den Herren prangt ein M markiert für Muschtschiny, also Männer. Bildrechte: MDR/Maxim Kireev
Toilette außen
Öffentliche Toilettenhäuser gehören auch in St. Petersburg zum Stadtbild. Betrieben werden sie von den Wasserwerken, die lassen sich den Toilettengang gerne mal mit 30 Rubeln bezahlen, also etwa 40 Cent. Für russische Verhältnisse kein günstiges "Geschäft"... Bildrechte: MDR/Maxim Kireev
Pissoir mit einer Zeitung verstopft
…und Probleme werden gewohnt russisch-rustikal gelöst. In diesem Fall geht es folglich nicht um das Angebot einer Zeitungslektüre beim kleinen Geschäft. Das Urinal ist schlicht kaputt und soll möglichst nicht benutzt werden. Bildrechte: MDR/Maxim Kireev
Eine Toilette
Die große Welt im Stillen Örtchen – diese Hinweisschilder kennt man z.B. aus Japan und anderen Teilen Südostasiens. In Russland überraschend sie zumindest unseren Ostblogger Maxim – doch sie erinnern an den ernsten Hintergrund des "Welt-Toiletten-Tages": Der ist nämlich tatsächlich von den Vereinten Nationen ausgerufen worden, um auf die fehlende sanitäre Versorgung von bis zu 40 Prozent der Weltbevölkerung aufmerksam zu machen – Menschen, für die Toiletten und ihr Gebrauch folglich nicht selbstverständlich sind. Bildrechte: MDR/Maxim Kireev
Schilder an einer Toilette
Zum Träumen laden die Toiletten in Kiew ein. Zumindest per #DreamWC, also Traum-Klo. Ostblogger Denis Trubetskoy aus der Ukraine findet zumindest, dass sich ziemlich was getan hat bei den stillen Örtchen in Kiew im Vergleich zu früher. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
Pisoir
Ob ein Pissoir vor Tarnfarben nun das ist, wovon alle Männer träumen, das entscheiden Sie bitte selbst. Viele Kiewer Einkaufszentren versuchen, die Toiletten kreativer und schöner zu gestalten. Bildrechte: MDR/Denis Trubetskoy
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