Zwischen Liebe und Zorn - Osteuropa im Porträt

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Vom Baltikum zum Balkan - die Reiseroute

Die Länder und ihre Geschichten

Estnische Nationalflagge auf dem Langen Hermann in Tallinn + Video
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Danzig mit Krantor und Uferpromenade + Video
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Polen

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Blick von einem Kirchturm auf ein siebenbürgisches Dorf mit Schulgebäude und Bauernhäusern + Video
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Eine Insel mit einer Kirche in einem von Bergen umgebenen See + Video
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Touristen gehen  über die Kettenbrücke in Budapest. + Video
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Marktplatz von Budweis mit Brunnen im Vordergrund + Video
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Die Reporter im Steckbrief

Martin Adam + Video
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Ein Mann mit Mikrofon steht vor einem dörflichen Haus. + Video
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Eine Frau steht vor einem Gatter mit Schafen und hält ein kleines Schaf in den Armen. Links und rechts von ihr schauen ihr ein junger Mann und eine junge Frau dabei zu. + Video
Bildrechte: MDR/Jacqueline Hene
Eine Frau steht vor einem Boot am Ufer eines Sees + Video
Bildrechte: Stefanie Markert
Carsten Schmiester, ARD-Korrespondent Skandinavien und Baltikum + Video
Bildrechte: Carsten Schmiester
Ein Mann steht neben einem Haus aus Natursteinen, im Hintergrund sind eine Kirche und Berge. + Video
Bildrechte: Kilian Kirchgeßner

Was halten Sie von der EU?

Zorn oder Liebe? Was bedeutet die EU für Sie persönlich?

Porträtaufnahme eines Mannes, im Hintergrund ist ein Konferenzzimmer
Stelian Ion, 42 Jahre, Abgeordneter, Rumänien "Viele Dinge haben sich seitdem zum Guten geändert. Die Rumänen konnten Europa kennenlernen, viele arbeiten dort. Sie sehen Europa, kommen nach Hause zurück und bringen Demokratie-Erfahrung mit. Auf diese Weise werden wir alle bereichert." Bildrechte: MDR/Jacqueline Hene
Eine Frau steht vor einem Haus in einer ärmlichen Siedlung
Linda Greta Zsiga, 37 Jahre, Blumenverkäuferin, Rumänien "Für mich ist die Europäische Union der Zusammenschluss verschiedener Staaten, der zum Schutz ihrer Bürger da ist. In dem Moment, als Rumänien Mitglied wurde, sind wir alle gemeinsam beigetreten, alle Ethnien, die in unserem Land leben: Rumänen, Ungarn, Roma, Deutsche. Für mich heißt EU Schutz, Unterstützung und Gerechtigkeit." Bildrechte: Jacqueline Hene
Eine Frau mit Mütze und dicker Jacke steht mit einem Fahrrad auf einem Radweg neben einem Baustellenschild der EU
Dorota Kuś, Verwaltungsangestellte, Polen "Europa ist für mich keine Liebe, das wäre zu viel gesagt. Aber Zorn ist es auch nicht, solche Gefühle weckt die EU bei mir nicht. Eher ist es ein Gefühl der Stabilität, dass ich in dieser Gemeinschaft der europäischen Staaten bin." Bildrechte: Martin Adam
Porträtaufnahme eines jungen Mannes mit Brille
Marek Šoška, 21 Jahre, Student, Tschechien "Es ist keins von beiden. Die EU entfernt sich von den Grundsätzen, mit denen sie entstanden ist. Sie ist in einer Krise, und das weiß vermutlich jeder. Ich hoffe, dass die euroskeptische Stimme gehört wird und dass die EU zu dem Fundament zurückkehrt, auf dem sie gegründet worden ist." Bildrechte: Kilian Kirchgeßner
Ein Mann schaut in die Kamera
Evald Haveko, 68 Jahre, Rentner, Estland "Ich denke sehr gut über Europa, denn die EU hilft uns, die baltischen Länder wieder aufzubauen. Wir haben lange Zeit unter dem kommunistischen Regime gelebt und das ist für uns alle ein neuer Weg in die Welt." Bildrechte: Carsten Schmiester
Ein Mann mit Regenschirm dreht der Kamera den Rücken zu und schaut auf einen Zaun.
France (Name geändert), 63 Jahre, Rentner, Slowenien "Merkel und Juncker sollten mehr tun für Europa und nicht nur reden. Sie sollten sich ein Beispiel an Orbán nehmen. Strenge Grenzen sind gut. Klar: Wir sind in Europa und die EU ist ein gemeinsames Projekt. Das macht uns gegen Großmächte wie Amerika stark. Nur sollten die Staaten nicht so viel  zanken. [...] Eigentlich bin ich zufrieden. Viel besser ist es nicht geworden. Schöner wäre es, wir in Slowenien hätten auch europäische Renten!" Bildrechte: MDR/Stefanie Markert
Porträtaufnahme eines Mannes, im Hintergrund ist ein Konferenzzimmer
Stelian Ion, 42 Jahre, Abgeordneter, Rumänien "Viele Dinge haben sich seitdem zum Guten geändert. Die Rumänen konnten Europa kennenlernen, viele arbeiten dort. Sie sehen Europa, kommen nach Hause zurück und bringen Demokratie-Erfahrung mit. Auf diese Weise werden wir alle bereichert." Bildrechte: MDR/Jacqueline Hene
Eine Frau steht in einer Kirche, hinter ihr ist der Altar zu sehen
Carmen Schuster, 60 Jahre, "Burghüterin", Rumänien "Ohne die EU hätte es für diesen Ort keine Chance gegeben. Wir haben EU-Mittel zur Restaurierung einer wunderschönen Kirchenburg verwendet. Wir haben dann Gästehäuser ausgebaut. Und ich denke, das gibt einen guten Ansatz für die wirtschaftliche Entwicklung dieses kleinen Ortes." Bildrechte: MDR/Jacqueline Hene
Ein junger Mann steht auf einem Bauernhof.
Cristian Iosif Manițiu, 20 Jahre, Schäfer, Rumänien "Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll. Die EU verbinde ich vor allem mit Fördermitteln. Ich denke, die helfen auch. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Unsere Familie hat noch nie Fördergelder in Anspruch genommen. Ich werde das später aber tun. Einfach, um unseren Betrieb weiterzuentwickeln und weiterführen zu können." Bildrechte: Jacqueline Hene
Eine Frau an einer belebten Straße.
Lavinia Braniște, 36 Jahre, Autorin, Rumänien "Das erste, das mir einfällt, sind die offenen Grenzen. Meine erste europäische Erfahrung war mein Erasmus-Stipendium 2005, wofür ich sehr dankbar war. Das war toll und hat mich reifer gemacht. Aber mit offenen Grenzen fällt es den Menschen noch leichter, das Land zu verlassen. Das ist die Kehrseite. Mir wäre es lieber, sie gingen nicht in Strömen. Außerdem wünsche ich mir faire Gesetze und bessere Löhne in Rumänien. Arbeit darf nicht zu billig sein." Bildrechte: Jacqueline Hene
Ein Mann in Arbeitskleidung steht an einer Schiffsanlegestelle und schaut in die Kamera, hinter ihm ein Hafengelände
Jerzy Klajn, Hafenarbeiter, Polen "Das ist weder Zorn noch Liebe, vielleicht eher eine Art vollkommene Akzeptanz. Ich finde, es ist gut, dass wir in der EU sind. Die Union hilft uns, sie gibt uns Geld, mit dem wir unterschiedliche Projekte realisieren können. Polen entwickelt sich, für die Gesellschaft bringt das Vorteile, Fahrradwege zum Beispiel. Gdańsk ist eine sehr schöne Stadt und es gibt viele Investitionen, die mit EU-Mitteln realisiert werden. Also ich finde, es ist wirklich gut und ich will, dass wir möglichst lange dabei sind und es keine Probleme gibt. Also ich finde, alles ist okay." Bildrechte: Martin Adam
Nahaufnahme eines jungen Mannes in einem Gastraum
Arkadiusz Zaborowski, Arbeiter, Polen "Da ist weder Liebe noch ein übertriebener Zorn. Ich gehe mit gesundem Menschenverstand ran, und das bedeutet für mich Skepsis. Ich befürchte, unser Land wird seine Souveränität verlieren, es wird einen unkontrollierten Zuzug von Migranten geben, und die Wirtschaft und ihre Produkte sind im Osten und im Westen sehr ungleich. Das sind die Hauptpunkte." Bildrechte: Martin Adam
Ein Mann mit roter Jacke und Armeemütze schaut skeptisch
Cezary Rudnicki, Landwirt, Polen "Ich bin nicht ganz sicher, was die EU sich ausdenkt, ob sie vielleicht nicht doch wieder mit etwas Neuem kommt. Also, es gibt eine gewisse Ungewissheit. Die Fördermittel geben Sicherheit. Aber wie gesagt, ich musste eine Strafe zahlen und kann mir vorstellen, dass sie sich wieder so etwas einfallen lassen, dass vielleicht wieder irgendeine Sanktion eingeführt wird und ich erneut bestraft werde." Bildrechte: Martin Adam
Eine junge Frau steht in einer leeren Wohnung
Marta Lebiedzińska, Innenarchitektin, Polen "Die Europäische Union ist, denke ich, mit einer guten Intention entstanden, also dem Wunsch, gemeinsam zu handeln für das gemeinsame Wohl und für gute Ergebnisse. Kulturelle und wirtschaftliche Errungenschaften werden miteinander geteilt. Damit das geschieht, können sich die Menschen frei in Europa bewegen. Also, der Entstehung der EU lagen positive Absichten zugrunde und sie weckt bei mir nur positive Assoziationen." Bildrechte: Martin Adam
Ein älterer Mann mit Filzhut und Lederjacke steht im Wald
Miloslav Puchta, 68 Jahre, Landwirt, Tschechien "Gewiss schauen wir nicht feindselig auf die EU. Als wir der Union beigetreten sind und die Agrar-Subventionen ausgezahlt wurden, war das einer der Gründe dafür, warum wir hier überhaupt angefangen haben. Heute sehen wir, dass es nicht ganz optimal ist, oft ist das Leben deformiert von den Bedingungen für die Subventionen. Und oft arbeitet der ganze Apparat im langsamen Behördentempo." Bildrechte: Kilian Kirchgeßner
Porträtaufnahme einer älteren Frau
Helena Faberová, 83 Jahre, Rentnerin, Tschechien "Liebe – und Hoffnung. Weil, wir Europäer haben mehrmals schlimme Situationen erlebt und für mich ist die EU etwas, was mir das Gefühl gibt, dass wir in unserem Leben mit Hoffnung in die Zukunft gehen können, obwohl es auch Probleme mit Europa gibt." Bildrechte: Kilian Kirchgeßner
Ein Mann steht hinter der Theke und zapft ein Glas Bier
Jan Srb, Brauer, Tschechien "Ich bin ein Fan des EU-Projekts – trotz aller Fehler, die es hat, bin ich froh, dass Tschechien ein Teil der EU ist. Ich würde nicht wollen, dass Tschechien nicht dazugehört. Ich sehe die Mitgliedschaft als große Gelegenheit – trotz der Probleme, die wir gerade lösen. Es ist doch perfekt, dass wir gerade hier im Grenzgebiet ohne Kontrollen und ohne Pässe nach Deutschland reisen können und die Deutschen zu uns. Wir sehen hier im Grenzgebiet, welche Vorteile es hat, dass der Alltag ohne Grenzen funktioniert." Bildrechte: Kilian Kirchgeßner
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