Osteuropa

Ukrainisch-russischer Zankapfel Krim: Ein Jahr Kertsch-Brücke

Blick auf die Seestraße von Kertsch mit Brücke.
Für die ukrainische Schifffahrt hat die Kertsch-Brücke seit der Einweihung verheerende Auswirkungen. Zum einen können nur relativ niedrige Schiffe die Brücke unterqueren, zum anderen behindert Russland die ukrainischen Schiffe massiv. Ganz erheblich wurde der Schiffsverkehr zeitweise im November 2018 von Russland gestört, als ein Tanker direkt unter der Kertsch-Brücke positioniert wurde. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Russland´s Präsident Vladimir Putin am Steuer eines LKW auf der Kerch Strait Bridge, die die Krim und Russland verbinden wird.
Am 15. Mai 2018 weihte Russland feierlich seine umstrittene Kertsch-Brücke ein. Präsident Wladimir Putin ließ es sich nicht nehmen, als erster über die Brücke zu fahren - in einem orangefarbenen LKW. Ihm folgte ein Lastwagenkonvoi. Ab dem 16. Mai 2018 konnten Autofahrer und Busse die Straße nutzen, ab Oktober 2018 auch LKW. Bildrechte: IMAGO
Blick auf die Krim Brücke
Die Brücke ist eine wichtige Verbindung, denn nach der Annexion der Halbinsel 2014 führt der einzige Landweg zur Krim durch die Ukraine. Und der ist Russland versperrt.
Etwa 19 Kilometer ist die neue Brücke lang - und damit die längste Brücke in Europa. Den bisherigen Längenrekord hielt die Brücke "Ponte Vasco da Gama" in Portugal mit gut 17 Kilometern.
Bildrechte: Infozentr Krymskii Most
Blick auf die Krim Brücke
Die russische Brücke führt über die Meerenge von Kertsch im Schwarzen Meer und verbindet Russland mit der Krim. Russland beansprucht die Halbinsel seit gut fünf Jahren für sich. Die internationale Staatengemeinschaft erkennt das nicht an. Bildrechte: Infozentr Krymskii Most
Bau einer Brücke
2016 begannen die Bauarbeiten an der Brücke; mehr als 10.000 Arbeiter schufteten laut russischem Staatsfernsehen "rund um die Uhr". Ganz fertig ist sie bis heute jedoch noch nicht. Die parallel zur Fahrzeugtrasse verlaufende Brücke für den Zugverkehr wird voraussichtlich erst Ende 2019 eingeweiht. Bildrechte: dpa
Krim
Arbeiten in luftiger Höhe: 35 Meter über dem Meeresspiegel "schwebten" die beiden Stahlbögen, die den Straßen- und Schienenverkehr über den Schiffsverkehr in der Meerenge von Kertsch hinwegheben. Bildrechte: dpa
Vladimir Putin unterhält sich mit mehreren Arbeitern.
Kremlchef Putin inspizierte im März 2018 die Bauarbeiten am Jahrhundertprojekt und meinte, es sei  wünschenswert, wenn die Leute schon zur Sommersaison über die Brücke fahren könnten. Die ursprüngliche Eröffnung war für Dezember 2018 geplant. Doch früher als geplant wurde die Brücke seit Mai 2018 für den Autoverkehr freigegeben. Bildrechte: dpa
Krim
Segen von "ganz oben" bekam die Brücke auf die Krim schon im vergangenen Herbst, auf dass das Bauwerk erfolgreich zu Ende geführt werden möge. Die Orthodoxe Kirche spielt in Putins Russland eine staatstragende Rolle. Bildrechte: IMAGO
Vermummter Soldat
2014 hatten Truppen ohne Hoheitsabzeichen strategisch wichtige Punkte auf der Krim besetzt. Wenige Wochen später gliederte Russland – nach einem fragwürdigen Referendum unter der Krimbevölkerung – die Halbinsel in die Russische Föderation ein. Bildrechte: dpa
Krim
"Zwei Küsten – eine Geschichte", unter diesem Titel zeigte 2018 eine Ausstellung in Russland Fundstücke, die Taucher vom Grund der Meeresenge von Kertsch geborgen hatten, bevor die Bauarbeiten an der Brücke begannen. Der Titel schien Programm - und unterstrich den russischen Anspruch auf die ukrainische Halbinsel Krim noch einmal. Bildrechte: dpa
Krim
Geborgen wurde auch dieses sowjetische Kampfflugzeug, das mutmaßlich 1943 über der Meerenge von Kertsch abgestürzt war. Die Region war im Zweiten Weltkrieg zwischen Hitler-Deutschland und der Sowjetunion schwer umkämpft. Bildrechte: IMAGO
Blick auf die Seestraße von Kertsch mit Brücke.
Für die ukrainische Schifffahrt hat die Kertsch-Brücke seit der Einweihung verheerende Auswirkungen. Zum einen können nur relativ niedrige Schiffe die Brücke unterqueren, zum anderen behindert Russland die ukrainischen Schiffe massiv. Ganz erheblich wurde der Schiffsverkehr zeitweise im November 2018 von Russland gestört, als ein Tanker direkt unter der Kertsch-Brücke positioniert wurde. Bildrechte: imago/ITAR-TASS
Ein Schiff im Seehafen von Mariupol
Die ukrainischen Häfen Mariupol und Berdjansk verzeichnen seit Einweihung der Kertsch-Brücke einen dramatischen Rückgang ihrer Umsätze. Etwa ein Drittel der Schiffe erreicht die beiden Häfen nicht mehr (im Bild: Hafen von Mariupol). Bildrechte: IMAGO
Schiffe der ukrainischen Marine, die sich laut russischen Angaben in russischem Hoheitsgebiet befinden.
Am 25. November 2018 kam es in der Straße von Kertsch zu einem dramatischen Zwischenfall: Die russische Küstenwache verweigerte ukrainische Patrouillenbooten die Durchfahrt und rammte eines der Schiffe. Später wurden die ukrainischen Schiffe aufgebracht und deren Besatzung festgesetzt. Der damalige ukrainische Präsident Poroschenko rief daraufhin das Kriegsrecht aus. Bildrechte: dpa
Krim-Brücke über die Straße von Kertsch
Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas entspannt, die Meerenge von Kertsch ist jedoch weiterhin ein steter Zankapfel zwischen Russland und der Ukraine, denn an der Behinderung ukrainischer Schiffe vor der Brücke von Kertsch hat sich nichts geändert.
(Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV, am 17.03.2017, 17:45 Uhr.)
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Blick auf die Krim Brücke
Russland eröffnet heute feierlich seine Brücke zur Krim. Eine wichtige Verbindung, denn nach der Annexion der Halbinsel 2014 führt der einzige Landweg zur Krim durch die Ukraine. Und der ist Russland versperrt.
Etwa 19 Kilometer ist die neue Brücke lang - und damit die längste Brücke in Europa. Den bisherigen Längenrekord hielt die Brücke "Ponte Vasco da Gama" in Portugal mit gut 17 Kilometern.
Bildrechte: Infozentr Krymskii Most

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