Russen demonstrieren gegen Rentenreform
Tausende Russen demonstrierten im Vorfeld der Abstimmung gegen die Rentenreform. Bildrechte: IMAGO

Russland, 27.09.2018 Duma beschließt umstrittene Rentenreform

Das russische Parlament hat ein höheres Rentenalter endgültig beschlossen. Das Unterhaus des Parlaments stimmte dafür, dass Frauen künftig mit 60 und Männer mit 65 in Rente gehen sollen. Im Vorfeld sorgte die Reform landesweit für Proteste.

Russen demonstrieren gegen Rentenreform
Tausende Russen demonstrierten im Vorfeld der Abstimmung gegen die Rentenreform. Bildrechte: IMAGO

Das russische Parlament, die Duma in Moskau, hat in dritter Lesung die umstrittene Rentenreform gebilligt. Demnach soll unter anderem das Renteneintrittsalter schrittweise erhöht werden, allerdings nicht so stark wie ursprünglich von der Regierung geplant.

Renten-Eintrittsalter steigt um fünf Jahre

Nach der Neuregelung soll das Eintrittsalter in die Rente für Frauen und Männer um fünf Jahre steigen. Ursprünglich sollten Frauen sogar acht Jahre länger arbeiten. Das wurde revidiert. Sie sollen nun mit 60 in Rente gehen, Männer mit 65 Jahren. Bislang arbeiten Frauen in Russland offiziell maximal bis zum 55. Lebensjahr, Männer bis zum 60.

Das Rentenreform-Gesetz muss nun noch vom Föderationsrat verabschiedet und von Präsident Putin unterzeichnet werden, bevor es in Kraft treten kann. Das gilt jedoch nur noch als Formsache.

Proteste gegen Reform

Der Regierungsplan für die Anhebung des Renteneintrittsalters um fünf Jahre hat Russen aus allen politischen Lagern verärgert. Ältere Menschen befürchten, sie würden nicht lange genug leben, um Leistungen in Anspruch zu nehmen. Jüngere Generationen sind beunruhigt, dass ihre Arbeitsmöglichkeiten begrenzt würden, wenn Personen länger arbeiten müssten.

Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch im TV: MDR | 26.09.18 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. September 2018, 14:45 Uhr

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