Ukrainische Gastarbeiter in Polen: "Nichts wie weg!"

Supermarkt von außen
"Urkainotschka", "die Ukrainerin" heißt dieser Supermarkt in der Ostseestadt Stettin nahe der deutschen Grenze. Viele Ukrainer vermissen in der Fremde die Lebensmittel ihrer Heimat. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Supermarkt von außen
"Urkainotschka", "die Ukrainerin" heißt dieser Supermarkt in der Ostseestadt Stettin nahe der deutschen Grenze. Viele Ukrainer vermissen in der Fremde die Lebensmittel ihrer Heimat. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Frauen in einem Supermarkt
Die Unternehmerin Irina Starodub mit ihrer Kassiererin Nina. - Drei Läden von "Ukrainotschka" hat sie in Polen inzwischen eröffnet. Sie gelten als erste Anlaufstelle für zahlreiche Gastarbeiter aus dem kriselnden Heimatland. Irina sagt: "Wir helfen den Ukrainern, Arbeit oder eine Wohnung hier zu finden. Viele Leute kommen hierher, um einfach Ukrainisch mit uns zu reden, weil sie ihre Muttersprache vermissen." Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Kekse in Regal
Und ihre Lieblingslebensmittel aus der Heimat vermissen sie natürlich auch, Süßigkeiten zum Beispiel wie diese "Halwa", eine klebrige Mischung aus Karamell, Nüssen und Sonnenblumenkernen. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Kunden im Supermakrt
Der Ukrainer Roman und seine Freundin kaufen regelmäßig hier ein, auch wenn es etwas teurer ist.  "Früher haben wir (Ukrainer) immer nur schlechte Jobs bekommen und relativ wenig verdient. Die Zeiten ändern sich. Nicht jeder Pole kann hier inzwischen so viel verdienen wie manch ein Ukrainer!" Bildrechte: MDR/Roman Schell
Luftaufnahme Stadt
In Gorzów Wielkopolski hört man inzwischen fast überall Ukrainisch. Die Stadt, gut 400 Kilometer westlich von Warschau mit ihren etwa 124.000 Einwohnern, ist eines der Ballungszentren der ukrainischen Minderheit mit mehr als 20.000 Ukrainern in der Umgebung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Mannschaftsfoto
Es gibt sogar einen Fußballverein für ukrainische Freizeit-Kicker in Gorzów Wielkopolski. Jeden Sonntag um 13:00 spielen die Männer Fußball, sie sind allesamt Gastarbeiter in Polen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Außenansicht einer Kirche
Und auch eine orthodoxe Kirche darf nicht fehlen: In der "Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria" in Gorzów Wielkopolski kommen viele Ukrainer sonntags und an großen kirchlichen Feiertagen zusammen. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Gottesdienst
Dann beten sie für Wohlstand und Frieden in ihrem Land, das seit 2014 im Krieg mit pro-russischen selbst ernannten Separatisten ist und die Krim vorerst an Russland verloren hat. Bildrechte: MDR/Roman Schell
Frauen beten
Auch Irina Starodub, die Supermarktinhaberin, betet hier. Ihre Hoffnung auf Verbesserung in der Ukraine schwindet, je mehr Kunden sie bekommt: meistens gut qualifizierte ukrainische Arbeitsmigranten. Eine Rückkehr kommt für viele nicht in Frage - zu instabil ist ihnen die Ukraine, das Vertrauen in die Politik in der Heimat haben fünf Jahre nach der Euro-Maidan-Revolution viele verloren. (Über dieses Thema berichtete MDR AKTUELL auch am 23.11.2018 | 17:45 Uhr.) Bildrechte: MDR/Roman Schell
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