Sachsen-Anhalt, Thüringen Notruf-Ausfälle: Telekom spricht von Einzelfällen

Egal ob Unfall oder Brand: Bei Notfällen, wenn unmittelbar Hilfe geleistet werden muss, kann man Hilfe über die Telefonnummer 112 anfordern, die Nummer des Rettungsdienstes und der Feuerwehr. In Magdeburg und in Schmalkalden-Meiningen ist in dieser Woche der Notruf 112 für einige Stunden nicht erreichbar gewesen. Häufen sich solche Ausfälle und was sind die Gründe?

Auf einem Fahrzeug der Bereitschaftsfeuerwehr in Bamberg ist der Schriftzug 'Feuerwehr 112' angebracht.
Was steckt hinter dem Ausfall der Notrufnummer? Bildrechte: dpa

Dienstagvormittag in der Leitstelle des Landkreises Schmalkalden-Meiningen: Für über 100.000 Menschen ist es die Zentrale, in der Notrufe entgegengenommen und bei Bedarf Rettungsdienste und Feuerwehreinheiten alarmiert werden, rund um die Uhr besetzt mit zwei Disponenten.

In Spitzenzeiten gehen an die 50 Anrufe am Tag ein. Gegen 9:30 Uhr bemerken die Disponenten, dass die Telefone ausgefallen sind. Sie informieren Markus Schmidt, den Fachdienstleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst im Landratsamt.

"Problem bei Wartungsarbeiten"

Markus Schmidt sagt: "Wir haben das geprüft und festgestellt, dass sowohl rausgehende und eingehende Anrufe auf unseren Festnetznummern nicht möglich sind und haben ebenfalls überprüft, ob auch der Notruf noch funktioniert und haben festgestellt, dass auch Anrufe über die 112 nicht möglich sind."

Schmidt nimmt Kontakt mit der Notfallstelle der Telekom auf. Das Problem ist dort bekannt. Man arbeite daran.

Peter Kespohl, ein Sprecher der Telekom erklärt: "Das war ein bedauerlicher Ausfall, der für uns so nicht absehbar war. Deswegen konnten die Kollegen da auch keine Vorwarnung an die Feuerwehr weitergeben. Wir haben in der Vermittlungsstelle turnusgemäße Wartungsarbeiten durchgeführt und womit wir nicht gerechnet haben, ist, dass bei diesen Wartungsarbeiten ein technisches Problem auftritt."

Bagger kappt Kabel

Am Tag darauf ist die Telekom erneut involviert, als in Magdeburg für drei Stunden der Notruf 112 ausfällt. Die Ursache ist aber eine andere. Bei Bauarbeiten durchtrennt ein Bagger einen Kabelstrang.

Der Telekom-Sprecher sagt: "Wasser und Baggerschaufeln sind die Erzfeinde unserer Kabel. Da haben wir durch Gewitter, durch Wetterlagen aber auch ganz viel durch Bauarbeiten häufig den Fall, dass Kabel durchtrennt werden. Ich hatte jetzt auch diese Woche den Fall, dass Spundwände durch unsere Kabel durchgerammt wurden von einem Bagger, da können Sie sich nicht vor schützen."

Warnsysteme und Warn-Apps

In solch einem Fall wird versucht, Ersatz zu schalten, in engem Kontakt mit den öffentlichen Verwaltungen, so Telekom-Sprecher Kespohl: "Da konnten wir die Anschlüsse der Feuerwehr umrouten. Aber wenn Sie ein hochadriges, paariges Kabel haben, das das ganze Gebiet versorgt, wenn das ausfällt, dann kann man auch so schnell nichts machen."

Bleibt nur noch, die Bürgerinnen und Bürger in dem betroffenen Gebiet zu informieren. Das Landratsamt Schmalkalden-Meiningen hat das unter anderem über das Warnsystem MoWaS getan. Bundesweit senden 350 Lagezentren, Leitstellen und Behörden darüber Gefahrenwarnungen.

Je nach Lage werden die auch an die Warn-App NINA weitergeben. Im Jahr 2017 wurden bundesweit sieben Mal Notrufausfälle über diese Warn-App gemeldet.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Dezember 2019 | 06:07 Uhr

1 Kommentar

Leachim-21 vor 41 Wochen

so etwas kann nur passieren weil die Konzerne fast alles ausgesorgt haben und somit qualitatives personal fehlt, habe ich selber erlebt als ich meinen Telefonanbieter wechselte , bis kurz vor Haus Anschluss alles in Ordnung aber die letzten Meter durch die Telekom total versagen. am Ende kam raus der Techniker konnte kein deutsch und hat dadurch falsch angeschlossen. Service durch die Telekom Null und bei meinen neuen Anbieter kann ich sagen das diese sich sehr bemüht haben diesen Fehler sofort zu beheben. also Service sehr gut kann ich da nur sagen. ich würde ich Behauptung sogar aufstellen sollten die Firmen weiterhin solches personal über andere Firmen beschäftigen wird es noch schlimmer werden.