Ein vertrocknetes Rapsfeld in Australien
Viele (Raps-)Felder in Australien haben schon lange keinen Regen mehr gesehen. Bildrechte: dpa

Extreme Dürre Trinkwassermangel bedroht australische Städte

Einige Städte in Australien sitzen wegen der langanhaltenden Dürre wohl bald auf dem Trockenen. Die Hoffnung: neue Leitungen, Entsalzungsanlagen und Fisch-Umsiedlungen.

Ein vertrocknetes Rapsfeld in Australien
Viele (Raps-)Felder in Australien haben schon lange keinen Regen mehr gesehen. Bildrechte: dpa

Wegen der extremen Dürre könnte im Südosten von Australien das Grundwasser ausgehen. Die Regierungsbehörde WaterNSW warnte in einer am Sonntag veröffentlichten Studie, dass Ortschaften im Bundesstaat New South Wales zu Weihnachten auf Trinkwasser-Lieferungen angewiesen sein könnten, sollte nicht bald Regen fallen. Mit der Trockenheit im vierten Jahr in Folge erlebt der Kontinent die schlimmste Dürre seiner neueren Geschichte.

 Suche nach Wasser läuft

Die Wasserministerin in New South Wales, Melinda Pavey, bezeichnete die Lage als kritisch. Bei anhaltender Dürre säßen weitere, tiefer im Landesinneren gelegene Städte spätestens Ende 2020 auf dem Trockenen. Es werde alles getan, um Abhilfe zu schaffen. Es gebe neue Wasserbohrungen und die Verlegung neuer Wasserleitungen.

Staudämme in Australien sind nur noch zur Hälfte gefüllt (hier: Warragamba-Damm)
Einige Staudämme in Australien - wie hier der Warragamba-Damm nahe Sydney - sind nur noch zur Hälfte gefüllt. Bildrechte: dpa

Die Wasserbehörde ging davon aus, dass zu Beginn des diesjährigen Sommers im November einige Flüsse ausgetrocknet sein werden. Auch die Hauptstadt von New South Wales, Sydney, wartet auf Regen: Die Staudämme sind nach Behördenangaben nicht einmal mehr halb voll. Eine Entsalzungsanlage für Meerwasser versorge bereits ein Viertel der Stadt mit Trinkwasser.

Die Meteorologie-Behörde sah allerdings keine Anzeichen, dass die Dürre bald enden könnte. Das Landwirtschaftsministerium rechnete wegen der niedriger Wasserstände mit einem "Fisch-Armageddon". Um ein Massensterben zu verhindern, werden nach Medienberichten jetzt Fische in große Speichertanks umgesiedelt.

Dieses Thema im Programm: BRISANT | 17. Oktober 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2019, 15:09 Uhr

2 Kommentare

Klaus vor 4 Wochen

Da haben die Kinder von Fridays for Future doch nicht ganz unrecht.
Hätte man sich frühzeitig um den Klimaschutz bemüht, hätte man jetzt nicht diese Probleme und künftige Kosten.
Meerentsalzungsanlagen sind nicht ganz billig, ebenso Solaranlagen, die man dafür jetzt zusätzlich braucht.

H.E. vor 4 Wochen

Australien ist ein moderner Staat und wenn ihr Wasser nicht ausreicht, wäre es am sinnvollsten Entsalzungsanlagen für Meerwasser zu bauen. Dies macht sogar doppelt Sinn, weil ja immer davon gesprochen wird, daß der Meeresspiegel weltweit ansteigt.