Wetter Böden in Deutschland trockener als vor Dürre 2018

Deutschland droht die nächste schwere Dürre. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes fehlt es den Böden an Wasser. Mecklenburg-Vorpommern warnt bereits vor Sandstürmen.

Der Stamm einer Birke steht auf einer vertrockneten ehemaligen Waldfläche
Wegen der anhaltenden Trockenheit sind vor allem in Ostdeutschland die Böden knochentrocken. Bildrechte: dpa

Die Böden in Deutschland sind in diesem Frühjahr deutlich trockener als vor einem Jahr. Der Deutsche Wetterdienst erklärte, aktuell seien die sogenannten Bodenfeuchtewerte in Deutschland geringer als vor Beginn der Dürre 2018.

Winter sorgte nicht für Puffer

In Thüringen bewege sich der Bodenfeuchtewert unter Gras bereits jetzt sogar auf dem Niveau vom Dürresommer 2018. Selbst bei anhaltend feuchter Witterung dürfte das Feuchtigkeitsdefizit bis zum Sommer anhalten.

Während im vergangenen Jahr reichhaltige Niederschläge im Herbst und im Winter noch für einen Puffer gesorgt hätten, sei dies in diesem Jahr nicht der Fall. Auch die tiefer liegenden Wasserspeicher im Boden seien deshalb weniger gut gefüllt.

Dürre wie 2018 droht

Die Wetterexperten erklärten, sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre vom vergangenen Jahr wiederholen oder sogar übertroffen werden. Die Trockenheit hatte im vorigen Jahr vielen Bauern zu schaffen gemacht und Gewässer austrocknen lassen.

Vertrocknete Sonnenblume auf einem Feld 44 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Vielerorts höchste Waldbrandgefahr

Wegen der anhaltenden Trockenheit gilt inzwischen in weiten Teilen Ostdeutschlands die höchste Waldbrandwarnstufe. In Brandenburg und in angrenzenden Regionen gilt die höchste Waldbrandwarnstufe 5. In Sachsen galt sie am Dienstag in den nördlichen Regionen der Kreise Nordsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz.

In Sachsen-Anhalt wurde am Dienstag für den Landkreis Stendal die höchste Warnstufe ausgerufen. Im Jerichower Land sollte sie am Mittwoch ebenfalls in Kraft treten.

In Thüringen herrschte am Dienstag landesweit die mittlere Waldbrandwarnstufe 3. Hier kämpft die Feuerwehr gegen einen Flächenbrand an der Bleilochtalsperre. Der Saale-Orla-Kreis rief deshalb den Katastrophenfall aus.

Warnung vor Sandstürmen im Norden

Wegen des trockenen und windigen Wetters wird in Mecklenburg-Vorpommern vor Sandstürmen gewarnt. An mehreren Autobahnabschnitten wurden nach Polizeiangaben Warnschilder mit den Hinweisen "Gefahrenstelle" und "Sandsturm" aufgestellt und teilweise die erlaubte Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt.

Waldbrandgefahrenstufen-Erklär-Video 2 min
Bildrechte: MDR JUMP

Staubstürme sind bei Trockenheit, Wind und bloßen Feldern in Mecklenburg-Vorpommern keine Seltenheit. Vor acht Jahren hatte ein solcher für eine Massenkarambolage auf der A19 gesorgt. Dabei waren acht Menschen gestorben.

Kaum Regen in Sicht

Entspannung ist zunächst nicht in Sicht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes sorgen mögliche Schauer und Gewitter in den nächsten Tagen höchstens örtlich für eine leichte Entspannung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. April 2019 | 17:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2019, 21:05 Uhr

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9 Kommentare

24.04.2019 13:55 INFO 9

Für die Module einer Solaranlage ist es nicht notwendig, dass die Sonne ganztägig bei klarem Himmel scheint. Aufgrund eines hervorragenden Schwachlichtverhaltens sind die Module in der Lage, auch bei geringer Direkteinstrahlung der Sonne ausreichend Strom zu produzieren.
Schmähkommentare mit Diffamierungen sollte MDR nicht verbreiten

24.04.2019 13:15 Ekkehard Kohfeld 8

@ GRUEN UNSERE ZUKUNFT 7
Sonne nutzen! Sonnensegel für jeden! Alle Fahrzeugflächen aus Solarzellen, jedes Dach aus Solarzellen und wir brauchen keine Stromtrassen quer durch Deutschland. Sofort Raus aus der Kohleverstromung - die Kid's haben Recht. Sonne 100%ig nutzen!!!##

Ich lach mich tot und was machen wir bei Regen,Schnee oder nur Wolken?Wie naiv sind eigentlich die Grünen?Fallen wegen denen die Durschnittswert der PISA-Studien ständig?Ab zurück ins Mittelalter wofür brauchen wir auch Industrie Rohstoffe haben wir ja auch nicht.

24.04.2019 12:41 GRUEN UNSERE ZUKUNFT 7

Sonne nutzen! Sonnensegel für jeden! Alle Fahrzeugflächen aus Solarzellen, jedes Dach aus Solarzellen und wir brauchen keine Stromtrassen quer durch Deutschland. Sofort Raus aus der Kohleverstromung - die Kid's haben Recht. Sonne 100%ig nutzen!!!

24.04.2019 11:02 Sascha10 6

Dass dieses Jahr sich wieder ein Dürresommer ankündigt, ist noch lange kein Beweis dafür, das der Mensch mit der Freisetzung fossiler CO2-Speicher eine Klimaerwärmung verursacht hat. Unser Zeitalter ist erdgeschichtlich als Co2-Mangelperiode dokumentiert. Das meiste Co2 ist im Kalkstein (CaCo3) und den Weltmeeren gespeichert nicht in Öl und Gas. Auch dass Donald Trump nicht besonders helle und sympathisch erscheint ist auch kein Beleg für den Menschen gemachten Klimawandel.

24.04.2019 07:44 Kiel_oben 5

Donald Trump zweifelt wegen seines "sehr hohen Maßes an Intelligenz" am Klimawandel. "Eines der Probleme, das viele Menschen wie ich haben, ist, dass wir ein sehr hohes Maß an Intelligenz haben, aber wir sind nicht unbedingt solche Gläubigen", sagte Trump der "Washington Post" in einem Interview im Oval Office auf die Frage, warum er den Report seiner eigenen Regierung infrage stellt. "Was die Frage betrifft, ob er von Menschen gemacht ist oder nicht und ob die Effekte, von denen Sie sprechen, da sind oder nicht: Ich sehe das nicht. Wie hier die AfD. " Die Vereinigten Staaten sieht der Republikaner beim Umweltschutz offenbar ganz weit vorne - im Unterschied zum Rest der Welt: Die Luft und das Wasser in den USA seien gerade jetzt so sauber wie nie zuvor, behauptete er.

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24.04.2019 05:22 optinator 4

Der Klimawand, auch mit verursacht durch den Menschen, ist hier nicht die einzige Ursache.

Wer sich mal mit der derzeit stattfindenden Polumkehr beschäftigt hat, erkennt hier eine weitere Ursache.
Nur als es diese das letzte Mal gegeben hat, gab es den Menschen noch nicht.

Somit müssen wir da jetzt durch.
Wenn erst die harte Strahlung der Sonne für einen unbestimmten Zeitraum auf die Erde kommt, da das Magnetfeld auch zusammenbricht, wird der größte Teil der Menschen ausgelöscht.

23.04.2019 21:40 Morchelchen 3

Das muss wohl an der Klimaerwärmung liegen. Mit genau der Sicherheit, wie man jetzt schon weiß, dass uns auch in diesem Sommer wochenlang blauer Himmel bevorstehen wird...

23.04.2019 21:34 Spottdrossel 2

Also in Trinkwasser und die dazugehörige Technologie investieren!

23.04.2019 19:49 CDU Wählerin 1

gayles Wetter - brauchen wir nicht nach GC ^^ und Gemüse gibts im Supermarkt massenhaft, die leeren Regale vor 40 Jahren und wenn was drin lag war's oft dreckig und ewig Schlangestehen, kennen schon 2 Generationen nicht mehr dank unserer weltweiten Kontakte, Ex- und Importe und weitsichtigen Regierungen, damit wir weiter wohlhabend Leben können wir auch viele andere Versorgen