Mitglieder eines ungarischen Suchteams tragen Ausrüstung auf ein Militärschiff auf der Donau. Fünf Tage nach dem schweren Unglück auf der Donau mit mindestens sieben Toten bemühen sich Einsatzkräfte in Budapest weiter um die Bergung des Wracks.
Suche nach Opfern des Schiffsunglücks in Budapest. Das Militär unterstützt die Tauchteams. Bildrechte: dpa

Budapest Weitere Todesopfer aus der Donau geborgen

Fünf Tage nach dem Schiffsunglück auf der Donau mit vielen Toten sind am Montag weitere Leichen gefunden worden. Südkoreanische Taucher bargen in Budapest mithilfe ungarischer Kollegen eine Tote aus dem gesunkenen Ausflugsschiff. Die Rettungskräfte prüfen, ob die gefährlichen Tauchgänge fortgesetzt werden, oder man das Wrack besser hebt.

Mitglieder eines ungarischen Suchteams tragen Ausrüstung auf ein Militärschiff auf der Donau. Fünf Tage nach dem schweren Unglück auf der Donau mit mindestens sieben Toten bemühen sich Einsatzkräfte in Budapest weiter um die Bergung des Wracks.
Suche nach Opfern des Schiffsunglücks in Budapest. Das Militär unterstützt die Tauchteams. Bildrechte: dpa

Fünf Tage nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind zwei weitere Leichen geborgen worden. Damit steigt die Zahl der Todesopfer nach dem Unglück auf mindestens neun. 19 Menschen werden noch vermisst. Nur sieben der 35 Menschen an Bord konnten gerettet werden.

Am Mittwochabend war in der ungarischen Hauptstadt ein Flusskreuzfahrtschiff im strömenden Regen mit einem Ausflugsschiff kollidiert. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank binnen weniger Sekunden.

Leiche 100 Kilometer flussabwärts entdeckt

Demnach konnten südkoreanische Taucher am Montag in Budapest mithilfe ungarischer Kollegen den Leichnam einer Frau an die Oberfläche bringen. Die zweite Leiche wurde Polizeiangaben zufolge 100 Kilometer flussabwärts in der Ortschaft Harta entdeckt.

Die Bergungsarbeiten sind wegen hohem Wasserstand der Donau, starker Strömung und schlechter Sicht kompliziert. Das Wrack liegt in neun Meter Tiefe.

Taucher stark gefährdet

Die Rettungskräfte prüfen, ob die gefährlichen Tauchgänge fortgesetzt werden und das gesunkene Ausflugsschiff komplett durchsucht werden soll oder das Wrack mit einem Kran geborgen wird. Allerdings würde es wohl Tage dauern, um den dafür notwendigen Riesenkran an die Unglücksstelle zu bringen. Nach Angaben der ungarischen Rettungsleitstelle werden bis zu einer Entscheidung beide Ansätze verfolgt.  

  

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 04. Juni 2019 | 00:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Juni 2019, 08:55 Uhr