Rettungskräfte bergen Verletzte.
Rettungskräfte bergen Verletzte des verunglückten Touristenbusses. Bildrechte: imago images / GlobalImagens

Portugal Bus auf Ferieninsel Madeira verunglückt - 29 Tote

Bei einem Busunfall auf der beliebten Urlaubsinsel Madeira sind mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere wurden verletzt. Die deutsche Botschaft bestätigte, dass deutsche Touristen unter den Opfern sind.

Rettungskräfte bergen Verletzte.
Rettungskräfte bergen Verletzte des verunglückten Touristenbusses. Bildrechte: imago images / GlobalImagens

Bei einem Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira sind am Mittwochabend mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen worden. 27 weitere wurden verletzt. Das Auswärtige Amt in Berlin twitterte, man müsse davon ausgehen, dass Deutsche unter den Opfern seien. Zugleich wurde eine Hotline für Angehörige von Madeira-Urlaubern eingerichtet:

Telefon 030-5000-3000 Hotline des Auswärtigen Amtes

Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sagte, nach seinen Informationen seien alle Todesopfer Deutsche. Das ist bislang allerdings nicht bestätigt. Portugals Ministerpräsident António Costa kondolierte noch am Abend Bundeskanzlerin Angela Merkel. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte bei Twitter: "Unsere tiefe Trauer gilt all denen, die in dem verunglückten Bus ihr Leben verloren haben." In Gedanken sei man bei den Verletzten.

Bus stürzt Böschung hinunter

Der Unfall ereignete sich laut portugiesischem Zivilschutz an der Ostküste von Madeira, in der Gemeinde Caniço. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Fahrer gegen 18.30 Uhr in einer Kurve die Kontrolle über den Bus verloren. Der Bus kam von der Straße ab, rutschte eine Böschung hinunter und stürzte auf ein Haus. Die genaue Ursache war zunächst unklar.

Örtliche Medien berichteten, es könnte sich um ein mechanisches Problem gehandelt haben - ein Bremsausfall oder ein eingeklemmtes Gaspedal. Der Vizepräsident der Regionalregierung, Pedro Calado, sagte, Mutmaßungen zu der Unglücksursache seien verfrüht.

Drei Tage Trauer auf Madeira

Die Regierung von Madeira kündigte eine dreitägige Trauer von Donnerstag bis Samstag an. Die Insel - auch "Blumeninsel" und "Perle des Atlantik" genannt - gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen in Europa. Im Jahr 2017 kamen mehr als 1,3 Millionen Touristen - vor allem Briten und Deutsche.

Blick auf den verunglückten Bus von oben. Erste Rettungskräfte am Unfallort.
Erste Bilder von der Unfallstelle auf der Urlaubsinsel Madeira. Bildrechte: imago images / GlobalImagens

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | 18. April 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 06:13 Uhr