Eine Polizistin kniet am Ort einer Mahnwache mit Blumen, Briefen und Kerzen  im Hagley Park, in der Nähe der Al-Nur-Moschee.
Eine Polizistin trauert am Ort einer Mahnwache um die Opfer des Anschlags. Bildrechte: dpa

Prozessbeginn festgelegt Christchurch-Attentäter plädiert auf "nicht schuldig"

Dem 28-jährige Rechtsextremist wird vorgeworfen, 51 Menschen in zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch mit einem Sturmgewehr ermordet zu haben. Die Tat filmte er mit einer Helmkamera und streamte sie live auf Facebook. Vor Gericht plädierte er auf "nicht schuldig".

Eine Polizistin kniet am Ort einer Mahnwache mit Blumen, Briefen und Kerzen  im Hagley Park, in der Nähe der Al-Nur-Moschee.
Eine Polizistin trauert am Ort einer Mahnwache um die Opfer des Anschlags. Bildrechte: dpa

Der mutmaßliche Christchurch-Attentäter hat vor Gericht auf "nicht schuldig" plädiert. Dem 28-Jährigen werden in einer 92 Punkte umfassenden Anklage der Mord an 51 Menschen, 40-facher Mordversuch und Terrorismus vorgeworfen.

Vor gut drei Monaten, am 15. März, soll er in einem rassistisch motivierten Anschlag zwei Moscheen mit einem Sturmgewehr gestürmt haben. Die Tat hatte er per Helmkamera gefilmt und auf Facebook live gestreamt. Zuvor hatte er ein Schreiben mit rechtsradikalen und rassistischen Parolen ins Internet gestellt und auch per Mail verschickt.

Prozessbeginn in knapp einem Jahr

Der Rechtsextremist, der aus Australien stammt, war per Video aus dem Hochsicherheitsgefängnis im gut 1000 km entfernten Auckland zugeschaltet worden.  Bei der Verhandlung am Freitag ging es um die Schuldfähigkeit des Angeklagten. In Neuseeland ist dies in solchen Fällen ein gängiges Verfahren. Ein weiterer Termin ist zu diesem Zweck für den 15. August angesetzt. Den eigentlichen Prozessbeginn legte der Richter auf den 4. Mai 2020 fest.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Juni 2019 | 01:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Juni 2019, 06:56 Uhr