Corona-Auswirkungen Wegen Bezahl-Hinweisen: Missverständnisse im Supermarkt

Ein Discounter in Thüringen hatte im Zuge der Vorsichtsmaßnahmen vor dem Coronavirus Kunden gebeten, vorrangig bargeldlos zu zahlen. Das führte zu Verwirrungen. In Erfurt gab es nach MDR-Informationen zwei Fälle, in denen Kunden an der Kasse abgewiesen wurden.

Voller Einkaufswagen an einer Supermarktkasse
Den Einkauf mit Bargeld bezahlen? Ist weiter möglich. Bildrechte: imago/Geisser

In den Filialen des Discounters Kaufland können Kunden weiterhin mit Bargeld zahlen. Das hat eine Unternehmenssprecherin dem MDR bestätigt. Allerdings habe man Hinweise veröffentlicht, in denen darum gebeten werde, unbar zu bezahlen. "Aber nicht jeder hat eine EC- oder Kreditkarte, das wissen wir. Deshalb kann bei uns auch weiter bar bezahlt werden", so die Sprecherin weiter. Allerdings verstärke das Unternehmen in seinen Filialen seine hygienischen Maßnahmen. So würden Kunden vermehrt auf einen Abstand von zwei Metern untereinander hingewiesen. "Zudem arbeiten wir mit Hochdruck daran, an unseren Kassen einen Spuckschutz anzubringen."

Fälle waren Missverständnis

Am Donnerstag hatte es in Erfurt mindestens zwei Fälle gegeben, bei denen Kunden, die bar bezahlen wollten, nach MDR-Informationen abgewiesen wurden. Dabei traten die Fälle unabhängig voneinander in zwei verschiedenen Erfurter Märkten auf. Die beiden Betroffenen werden seit längerem durch Sozialarbeiter betreut. In einem Fall hat ein Gericht den Besitz einer EC-Karte untersagt. Im anderen Fall verzichtet die Betroffene in Absprache mit ihrer Sozialarbeiterin auf eine EC-Karte. Beide Fälle waren dem MDR durch ihre Sozialarbeiter bekannt geworden. In beiden Fällen klärten Telefonate der Sozialarbeiterinnen mit den Kaufland-Filialen, dass die Betroffenen und die Angestellten von Kaufland einander missverstanden hatten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 20. März 2020 | 19:30 Uhr