Weitere Städte abgeriegelt 26 Tote durch Coronavirus in China

Die Behörden in China melden weitere Fälle der Lungenkrankheit: Mittlerweile hat das Virus 26 Todesopfer gefordert, mehr als 830 Menschen sollen infiziert sein. Auch in Vietnam sind erste Fälle nachgewiesen worden.

Reisende tragen als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus Mundschutz, während sie in einem Wartezimmer am Pekinger Westbahnhof sitzen.
Das Coronavirus fordert nunmehr 26 Todesfälle. China weitet seine Sicherheitsmaßnahmen aus. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus ist auf 26 gestiegen. China hat daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen gegen die neuartige Krankheit drastisch ausgeweitet. Bis Freitag wurden in mehreren Städten der zentralchinesischen Provinz Hubei die öffentlichen Verkehrsverbindungen weitgehend gekappt, rund 26 Millionen Menschen sind davon betroffen.

24 der Todesfälle wurden in Hubei verzeichnet, zwei weitere in der an Russland angrenzenden Nordostprovinz Heilongjiang und der nördlichen Provinz Hebei. Insgesamt stieg die Zahl der Erkrankungen durch den Erreger in China laut der offiziellen Zwischenbilanz um weitere etwa 160 auf insgesamt rund 830 bestätigte Fälle. Weitere 1.072 Verdachtsfälle würden noch untersucht, teilte der Gesundheitsausschuss der chinesischen Regierung mit.

Sicherheitsmaßnahmen in weiteren Großstädten

Die chinesischen Behörden hatten am Donnerstag die Elf-Millionen-Einwohner-Stadt Wuhan unter Quarantäne gestellt. Danach wurde in weiteren Großstädten der Provinz Hubei der öffentliche Verkehr weitgehend eingestellt, zuletzt in der 2,4-Millionen-Einwohner-Metropole Huangshi. In Qianjiang, einer Stadt mit fast einer Million Einwohnern, waren am Donnerstagabend der Verkehr von Fernbussen und der öffentliche Nahverkehr eingestellt worden. Auch in der 7,5-Millionen-Einwohner-Stadt Huanggang lag der Öffentliche Nahverkehr lahm, meldete die Nachrichtenagentur AFP.

WHO: Bisher kein internationaler Gesundheitsnotstand

Auch aus anderen Ländern wurden einzelne Fälle des Virus gemeldet, darunter erstmals zwei Fälle aus Vietnam, die von einer Reise aus Wuhan zurückgekehrt waren. Auch in Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan und den USA sind Menschen erkrankt, die zuvor in China waren.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzichtete dennoch in einer Krisensitzung darauf, den internationalen Gesundheitsnotstand auszurufen. Bisher gebe es außerhalb Chinas "keine Hinweise" auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch, sagte WHO-Chef Tedros Ghebreyesus zur Begründung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. Januar 2020 | 07:00 Uhr

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