Corona-Risikogebiete Reisewarnung für drei spanische Regionen

Für die drei spanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra gilt ab sofort eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Reisen in diese Regionen können storniert werden, Rückkehrern droht eine 14-tägige Quarantäne.

Das Auswärtige Amt hat eine offizielle Reisewarnung für die nordspanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra herausgegeben. Vor nicht notwendigen touristischen Reisen werde aufgrund hoher Infektionszahlen und örtlicher Absperrungen gewarnt, teilte das Auswärtige Amt am Freitag mit. In den betroffenen Regionen liegen beliebte Touristenziele wie Barcelona, die Costa Brava und das spanische Pyrenäengebiet.

Stornierungen möglich, Quarantäne droht

Für Reisende hat die Warnung mehrere Konsequenzen. Wer seine Reise noch nicht angetreten hat, kann jetzt kostenlos stornieren. Wer sich bereits in den betroffenen Regionen befindet, muss bei seiner Rückkehr nach Deutschland damit rechnen, in eine 14-tägige Quarantäne zu müssen. Ob dies tatsächlich notwendig ist, hängt von den Regelungen im jeweiligen Bundesland ab.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist eine Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten vorgesehen – es sei denn, es liegt ein negativer Covid-19-Test vor, der nicht älter als 48 Stunden ist. Einen Test müssen voraussichtlich ab nächster Woche bei der Einreise ohnehin alle Rückkehrer aus Risikogebieten machen.

RKI stuft Regionen als Risikogebiete ein

Vor der Reisewarnung hatte das Robert Koch-Institut (RKI) die drei spanischen Regionen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Die fortlaufend aktualisierte Liste der Gebiete und weitere Informationen gibt es auf der RKI-Website.

Grund für die Einstufung des RKI ist unter anderem die schnelle Ausbreitung des Virus in den Gebieten. In den drei Regionen in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten.

Goldküste kein Risikogebiet

Nicht als Risikogebiet eingestuft ist weiter die bei Touristen beliebte Goldküste in Bulgarien – obwohl sich in den vergangenen Tagen Berichte über weitläufige Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen gehäuft hatten. Die Buchungszahlen waren zuvor stark gestiegen. Mallorca etwa hatte mehrere Straßen nach Partyexessen deutscher Urlauber gesperrt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. In Bulgarien gibt es bisher offenbar keine entsprechenden Pläne.

Coronafall bei Mallorca-Urlauber

Unterdessen wurde am Freitag bekannt, dass nach einem bestätigten Coronafall erstmals mehrere Urlauber auf Mallorca in Quarantäne mussten. Es handele sich um eine positiv auf das Virus getestete Person aus Spanien, die zusammen mit neun ebenfalls aus Spanien kommenden Menschen angereist sei, sagte eine Sprecherin der regionalen Gesundheitsbehörde.

Die zehn Urlauber seien in dem von der Regionalregierung eigens für Quarantäne-Maßnahmen angemieteten Hotel Morlans Garden in der Stadt Peguera knapp 25 Kilometer westlich von Palma de Mallorca untergebracht worden. Die Regionalregierung übernehme alle Kosten für Unterbringung und Verpflegung, aber nicht möglicherweise anfallende Kosten für eine medizinische Behandlung.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Juli 2020 | 11:00 Uhr

5 Kommentare

altmarkboy vor 6 Tagen

Um eine 2. Welle heraufzubeschwören braucht es nur eines Mittels. Testen ! Dann kann man wieder Gefahr schüren. So hält man die Bevölkerung auf Trab. Übrigens, der PCR-Test ( er zeigt eh nur das Anti-Gen an und viel von uns tragen es in sich ) hat eine Fehlerquote von 2-3 Prozent. Wir können also nie auf NULL kommen !!! Denkt mal darüber nach.

wer auch immer vor 6 Tagen

Wer unbedingt in dieser Zeit meint , das man sich nicht in Deutschland erholen kann, fahrt/fliegt über die Grenzen und rechnet bitte dann mit allen Konsequnzen.

Auf der Sonnenseite des Lebens vor 6 Tagen

"Nur für diese drei Regionen in Spanien."

wie sollen das die Reisebüros umsetzen?
ganz schön verrückt ;-)