81 Tote durch neues Coronavirus Deutschland plant Rückholaktion aus Wuhan

Angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in China bereitet Deutschland eine mögliche Rückholaktion von rund 90 Deutschen aus der besonders betroffenen Metropole Wuhan vor. China meldete bislang 81 Todesfälle. Die Lufthansa bietet ihren Kunden kostenlose Umbuchungen für alle China-Flüge an.

Menschen stehen vor einem Geschäft, um Atemschutzmasken zu kaufen.
Ein Großteil der rund 2.800 Infizierten lebt in China. Das Coronavirus hat mittlerweile 81 Todesopfer gefordert. Bildrechte: dpa

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus in China bereitet Deutschland eine Rückholaktion von Deutschen aus der besonders betroffenen Metropole Wuhan vor. Die Bundesregierung ziehe eine mögliche Evakuierung aller ausreisewilligen Deutschen "in Betracht", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) am Montag.

Auch die deutsche Touristikbranche reagiert auf die Ausbreitung des Virus. Der Veranstalter Studiosus sagte alle Reisen nach China bis Mitte April ab. Kunden von Dertour, Meiers Weltreisen und ADAC-Reisen können kostenlos stornieren. Die Lufthansa bietet auf Anordnung chinesischer Behörden ihren Kunden kostenfreie Umbuchungen an. Das gilt für Tickets, die vor dem 23. Januar gebucht wurden.

Im Raum Wuhan gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amts etwa 90 Deutsche. Am Montagvormittag sei ein Krisenstab zusammengekommen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Andere Länder wie Frankreich und die USA haben solche Rückholaktionen bereits in die Wege geleitet.

Mongolei schließt Grenzen nach China

Zum Schutz vor dem Coronavirus hat die Mongolei die Grenze zum Nachbarland China vorsorglich geschlossen. Das Grenzverbot gelte für alle Fußgänger und Fahrzeuge, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident Ulziisaikhan Enkhtuvshin. Alle Schulen und Universitäten sollen bis 2. März geschlossen bleiben. In dem zentralasiatischen Land gibt es bisher keine bestätigten Infektionsfälle.

Die Stadt Shanghai hat Unternehmen aufgefordert, auch über die derzeit laufenden Feiertage zum chinesischen Neujahr hinaus geschlossen zu bleiben. Firmen sollen erst nach dem 9. Februar wieder die Arbeit aufnehmen, teilten die Behörden am Montag mit. Ausgenommen sind demnach Unternehmen, die den städtischen Betrieb sicherstellen, etwa Wasser- oder Stromversorgung, sowie Lebensmittelproduzenten oder Supermärkte. Schulen und Kindergärten in Shanghai sollen bis zum 17. Februar geschlossen bleiben.

WHO-Generaldirektor für Krisenmanagement in China

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus ist in Peking eingetroffen, um sich persönlich über die neuesten Erkenntnisse zum neuen Coronavirus zu informieren. Er werde Regierungsvertreter und andere Experten treffen, die mit dem Krisenmanagement befasst sind. Die WHO äußerte sich nicht dazu, ob Tedros in die betroffene Region rund um die Millionenstadt Wuhan reist.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland gut gewappnet. "Grundsätzlich sind wir wachsam, wir nehmen die Dinge sehr ernst, wir sind aber auch gut vorbereitet", sagte Spahn am Montag in Berlin. Pandemie- und Umgangspläne sorgten für Klarheit, was im Fall der Fälle an den Flughäfen und an den Klinken zu tun sei.

Weltweit waren bis Montagmittag fast 2.800 Infektionen mit dem neuen Virus 2019-nCoV bestätigt, bis auf etwa 50 Fälle alle in China. Die Zahl der Toten stieg in China am Montag auf 81.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Januar 2020 | 09:00 Uhr

8 Kommentare

Peter vor 38 Wochen

Ich höre gerade in der Tagesschau, dass die 90 Deutschen noch diese Woche aus Wuhan ausgeflogen werden sollen.
Bei Ihren Statements kommt es mit vor, dass Sie Textbausteine immer wieder in das Kommentarfenster kopieren. Von kleinen Änderungen abgesehen, kommen die Begriffe "Versagen der Regierung", "schande" und "Skandal" eigentlich immer vor. Durchsichtig das Ganze.

ottovonG vor 38 Wochen

Dieses unser Gesundheitssystem geht auf dem Zahnfleisch. 3 Monate Wartezeit auf einen ambulanten Facharzttermin sind die Regel, Klinik schließen Intensivstationen wegen Personalmangel. Großangelegte Krisenübungen oder Ressourchen im Militär gibt es Hierzulande nicht. Für die Isolation bräuchten sie entsprechende Infektiologiestationen, die an wenigen Unikliniken vorhanden sind. Sobald einen Massenansturm käme wäre dies der Kollaps.

Immen weiter verdrehen bis es passt vor 38 Wochen

Wollte mir eine Staubschutzmaske kaufen (zum arbeiten), ffP3 ich musste mich hinsetzen bei den Preisen.
Man hat mir erklärt Angebot und Nachfrage regelt den Preis.
Auch die Deutschen bereiten sich vor, hörte ich noch nebenbei.
Voriges Jahr 1,49€ jetzt 4€ !!!!!!!