Lungenkrankheit Corona-Virus: Keine akute Gefahr in Deutschland

Die neue Lungenkrankheit in China breitet sich in Asien aus. Ein erster Fall wurde jetzt in Südkorea festgestellt. Die Bundesregierung sieht für Deutschland keine akute Gefahr. Der Ausbruch der Krankheit sei aber "Grund für besondere Beobachtungen und Analysen", hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Hong Kong: Ein Foto, das vom Informationsdienst der Hongkonger Regierung veröffentlicht wurde, zeigt Mitarbeiter des Honkonger Gesundheitswesens, die am Bahnhof West Kowloon Station, Reisende auf ihren Gesundheitszustand hin untersuchen und befragen sollen.
Die neue Lungenkrankheit breitet sich in Asien aus - in Deutschland besteht keine akute Gefahr. Bildrechte: Informationsdienst der Hongkonger Regierung/AP/dpa

Von der in China aufgetretenen neuen Lungenkrankheit geht nach Einschätzung der Bundesregierung derzeit keine akute Gefahr für Deutschland aus. Aus Sicht des Robert-Koch-Instituts sei die Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland derzeit "sehr gering", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. Der Ausbruch der Krankheit sei aber "Grund für besondere Beobachtungen und Analysen".

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin sagte, zunächst bestehe ein Risiko vor allem für Regionen, die viel Reiseverkehr mit der chinesischen Großstadt Wuhan hätten. Dort war die Lungenkrankheit erstmals im Dezember aufgetreten und breitet sich seitdem aus.

Das Auswärtige Amt weist in seinen Reisehinweisen für China aber auf das Virus in Wuhan hin. Das Risiko für deutsche Reisende wird dort als "moderat" eingeschätzt. Urlauber sollen den Kontakt mit kranken Menschen und Tieren vermeiden.

Zudem werden sie dazu angehalten, Märkte mit Tierprodukten zu meiden und gesteigert auf "adäquate Handhygiene" zu achten. Bei Symptomen wie Fieber und Anzeichen einer Atemwegsinfektion soll ein Arzt aufgesucht werden.

Die durch ein Coronavirus ausgelöste neuartige Lungenkrankheit breitet sich inzwischen in Asien aus. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden in China sind bislang etwa 200 Menschen erkrankt. Bislang gibt es drei Todesfälle.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. Januar 2020 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Januar 2020, 17:37 Uhr