Intensivmedizinische Unterstützung 27 Covid-Kranke aus Italien und Frankreich in Mitteldeutschland

Auch in Zeiten wie diesen funktioniert der Zusammenhalt in Europa noch: Fast 30 Patienten aus den Corona-Krisengebieten werden derzeit in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen behandelt. Eine Zahl, die permanent in Bewegung ist.

Am Flughafen Dresden landet am 2.4.2020 ein Ambulanzflugzeug mit einem schwerkranken Coronapatienten aus Frankreich. Im Laufe des Abends sollen zwei weitere Patienten in Dresden landen.
Am Flughafen Dresden landet am 2.4.2020 ein Ambulanzflugzeug mit einem schwerkranken Coronapatienten aus Frankreich. Bildrechte: Tino Plunert

Krankenhäuser in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben seit Beginn der Corona-Krise 27 Patienten aus den italienischen und französischen Krisenregionen zur Behandlung aufgenommen. Das geht aus einer Umfrage unter den Gesundheitsministerien der Länder sowie den betroffenen Kliniken hervor.

In Sachsen-Anhalt werden nach Angaben des Landesgesundheitsministeriums vom Donnerstag sechs Patienten in Magdeburg und vier in Halle behandelt. In Thüringen werden nach Angaben der der Lungenklinik Neustadt vom Montagmorgen vier Covid-19-Patienten versorgt. Sie stammen aus Frankreich, aus Straßburg.

In Sachsen werden der Umfrage zufolge insgesamt 13 Patienten und Patientinnen behandelt (Stand Montag). Ein 14. Patient, ein 57 Jahre alter Mann aus der Region Bergamo, war in Folge einer Covid-19-Infektion vergangene Woche gestorben. Zuletzt hatten die Kliniken aus dem Freistaat nach Anfrage der französischen Regierung Patienten aus der Region Grand Est aufgenommen. Die Kosten für die Behandlung in Deutschland werden nach Angaben des sächsischen Gesundheitsministeriums von den Krankenversicherungen der Patienten getragen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 05. April 2020 | 21:45 Uhr