Eine junge Frau hält ein Smartphone in Händen
Das Smartphone mit all seinen Möglichkeiten wird für die Deutschen immer wichtiger. Bildrechte: Colourbox.de

Freizeit-Monitor Deutsche verlernen das Genießen

Den Deutschen kommt der Genuss abhanden - zu diesem Schluss kommen die Macher des aktuellen Freizeit-Monitors. Demnach werden Medien, allen voran das Smartphone, immer wichtiger. Gespräche und Sex hingegen verlieren an Bedeutung.

Eine junge Frau hält ein Smartphone in Händen
Das Smartphone mit all seinen Möglichkeiten wird für die Deutschen immer wichtiger. Bildrechte: Colourbox.de

Die Deutschen verlernen zunehmend das Genießen und haben immer öfter Stress in der Freizeit. Das geht aus dem aktuellen Freizeit-Monitor hervor. Studienleiter Ulrich Reinhardt sagte bei der Präsentation der Umfrage, "die Deutschen sind ein sehr medienzugewandtes Volk, das seine Freizeit allerdings oftmals falsch nutzt und nicht das macht, was ihm gut täte oder was es gern will".

Singles und Junge im Freizeitstress

Dennoch tun sie etwas: Mehr als die Hälfte der für die Untersuchung befragten 2.200 Deutschen gaben an, sich in ihrer Freizeit zu viel vorzunehmen. Gerade Jugendliche, junge Erwachsene und Singles würden von einer Aktivität zur nächsten springen, wollten überall dabei sein und sich nach dem Motto "Mehr tun in gleicher Zeit" nichts entgehen lassen.

Smartphone immer wichtiger

Der Studie zufolge entwickelt sich die Beschäftigung mit dem Smartphone immer mehr zur wichtigsten Aktivität. Außerdem verbrächten die Befragten ihre Freizeit immer öfter online: Chattens, Spielens oder Surfens mit dem Mobiltelefon sei inzwischen doppelt so beliebt wie noch vor fünf Jahren. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die digitalen Medien Spitzenplätze in der Freizeitgestaltung erreichen, hieß es.

Immer weniger Sex

Mit ihrem Partner hingegen verbringen die Deutschen der Untersuchung zufolge immer weniger Zeit. Auch die Zeit fürs Gespräch über wichtige Dinge in der Freizeit fehle zunehmend. Zudem hätten sie weniger Sex als noch vor fünf Jahren: Nur noch etwa jeder zweite Befragte habe angegeben, wenigstens einmal im Monat Sex zu haben. Vor fünf Jahren habe der Anteil noch bei 56 Prozent gelegen.

Der Freizeit-Monitor wird von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen erstellt. Finanziert wird er vom Tabakhersteller British American Tobacco BAT. Befragt wurden Personen ab 14 Jahren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. September 2019 | 09:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. September 2019, 10:53 Uhr

3 Kommentare

Ossi Goere vor 1 Wochen

wir poppen täglich aber uns fragte niemand ^^ noch nie hat irgend eine statistikfirma hier oder bei bekannten angerufen - wieviel wahrheit steckt da drin oder fragen die passanten beim shoppen oder in gaststätten oder im online im web

Lisa vor 1 Wochen

„Sex hingegen verlieren an Bedeutung„
„Zudem hätten sie weniger Sex als noch vor fünf Jahren: Nur noch etwa jeder zweite Befragte habe angegeben, wenigstens einmal im Monat Sex zu haben. ...,
.... Befragt wurden Personen ab 14 Jahren.“

Hmmmm, wieviel sex hatte ich mit 14, kurz überlegen,
Keinen, zumindest nicht mit einem Jungen

Anhaltiner vor 1 Wochen

Der Freizeit-Monitor wird von der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen erstellt. Finanziert wird er vom Tabakhersteller British American Tobacco BAT. Befragt wurden Personen ab 14 Jahren.Wenn das mal nicht nur blauer Rauch ist.Es wir immer abstruser.

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