Feuer in DHL-Laster auf A9 Postkunden aus Mitteldeutschland nicht betroffen

Das Feuer in einem DHL-Laster auf der A9 hat offenbar auch etliche Sendungen zerstört. Wie viele, konnte DHL noch nicht sagen. Sicher sei aber, dass die Ladung nicht aus Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen stamme.

Nach dem Brand eines Paket-Lasters von DHL auf der A9 zwischen Rippachtal und Bad Dürrenberg hat die Deutsche Post klargestellt, dass keine Postkunden aus Mitteldeutschland von den Folgen betroffen sind.   

Wie die zuständige DHL-Sprecherin Anke Blenn MDR AKTUELL mitteilte, handelte es sich um einen Lkw, der Pakete aus dem Raum Franken (Region Nürnberg/Feucht) an Bord hatte, die für Empfänger in Teilen Berlins und Brandenburgs bestimmt waren. Keine Aussagen könne sie jedoch über die Anzahl der bei dem Feuer beschädigten oder zerstörten Sendungen machen.

Wir können jedoch mit Sicherheit sagen, dass weder Absender, noch Empfänger von Paketen in Sachsen-Anhalt, Sachsen oder Thüringen von den Auswirkungen dieses Unfalls betroffen sind.

Anke Blenn, DHL-Sprecherin für Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Nachforschungsauftrag empfohlen

Zum weiteren Vorgehen erklärte Blenn, dass die Sendungen sichergestellt wurden und demnächst im Paketzentrum bei Berlin einzeln geprüft werden. Unbeschädigte Sendungen würden zugestellt.

Für andere Fälle verwies Blenn auf den Nachforschungsauftrag von DHL.

Potenziell Betroffene sollten demnach offenbar nicht darauf warten, benachrichtigt zu werden, dass ihr Paket verbrannt ist, obwohl der Zusteller mit Hilfe automatisierter Bearbeitungssysteme und der Einlieferungsscheine über Adresse von Absender und Empfänger verfügen müsste.

Absender muss aktiv werden

Wie Blenn betonte, ist immer zuerst der Absender "unser Ansprechpartner, da dieser den offiziellen Beförderungsvertrag mit der Deutschen Post DHL geschlossen hat".

Daher werde Absendern von Paketen generell empfohlen, einen Nachforschungsauftrag zu stellen, wenn Sendungen nach einer angemessenen Frist von einigen Tagen nach Einlieferung nicht beim Empfänger eingegangen sind.

Das setzt allerdings voraus, dass Absender und Empfänger in Kontakt treten und ihre Daten abgleichen.

Für den Nachforschungsauftrag hält die DHL wie die meisten anderen Paketdienstleiter ein entsprechendes Formular auf ihrer Internetseite bereit, in dem laut Blenn auch Sendungsinhalt und dessen Wert angegeben werden.

DHL haftet für Paketinhalte bis zu 500 Euro

Nach Eingang des Auftrages forscht der DHL-Kundenservice Blenns Angaben zufolge anhand Transportweges des Paketes (Eingangspaketzentrum – Ziel-Paketzentrum – Paketauslieferung) nach dem Verbleib der Sendung.

Sollte sich das Paket dabei der betreffenden Transportfahrt zuordnen lassen, erhält der Absender von DHL eine Rückmeldung über das Nachforschungsergebnis sowie über Art und Umfang der Ersatzleistung. Sollte die Sendung beschädigt oder vernichtet worden sein, haftet die Deutsche Post zum Beispiel laut Allgemeiner Geschäftsbedingungen bis zu einer Höhe von 500 Euro. 

Inhaltsnachweise gefordert

Betroffene sollten laut Blenn einen Inhaltsnachweis vorlegen. Dabei handelt es sich um Kopien von Rechnungen oder Kassenzettel. Verbraucherschützer raten dazu, aber nie die Originale aus der Hand zu geben. Für den Fall eines Rechtsstreits seien diese wichtig.

Päckchen und Briefe sind für immer verloren

Allerdings gilt das alles nur für Pakete oder besondere Briefsendungen wie Einschreiben. Päckchen oder einfache Briefe sind bei den meisten Zustellern überhaupt nicht versichert, ihr Verbleib kann demnach auch nicht nachvollzogen werden.

Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt besser gleich einen versicherten Versand, der allerdings etwas teurer ist. So können Päckchen bei DHL zum Beispiel als versichert verschickt werden, wenn man es als Paket aufgibt. Für zusätzliches Geld können Pakete auch bis zu 2.500 Euro sowie bis 25.000 Euro versichert werden.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. August 2019 | 11:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. August 2019, 15:49 Uhr