Fahndungsaufruf für 194 Länder Weltweite Fahndung nach Doppelmörder Norman Franz

Fast 22 Jahre nach dem Verschwinden von Norman Franz wird jetzt erstmals weltweit nach dem verurteilten Doppelmörder gefahndet. Er soll nach seiner ersten Flucht 1997 in Halle und Weimar drei weitere Menschen erschossen haben.

Fahndungs-Foto des Bundeskriminalamts nach dem flüchtigen Norman Volker Franz
Fahndungsfoto des Bundeskriminalamts nach dem flüchtigen Norman Volker Franz.  Bildrechte: dpa

Knapp 22 Jahre nach dem Verschwinden des verurteilten Doppelmörders Norman Franz ist eine weltweite Fahndung nach dem Schwerverbrecher angelaufen. Wie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Dienstag in Düsseldorf mitteilte, sind erstmals alle Interpol-Mitgliedsstaaten in den Fall eingebunden.

Raubüberfälle in Halle und Weimar

Dem 1996 rechtskräftig verurteilten Doppelmörder Franz war 1997 die Flucht aus dem Gefängnis im nordrhein-westfälischen Hagen gelungen. Noch im selben Jahr soll er bei Raubüberfällen in Halle und Weimar drei weitere Menschen erschossen haben. 1998 war Franz in Albufeira in Portugal gefasst worden, wo er zusammen mit seiner Frau und seinem Kind gelebt hatte. 1999 gelang Franz erneut die Flucht, diesmal aus dem Gefängnis von Lissabon.

Fahndung in 194 Ländern

Nun fahndet Interpol erstmals auf seiner Frontseite im Internet und auf Social-Media-Accounts in 194 Ländern nach dem mutmaßlichen Serienmörder. Auch Europol stellte Franz nun auf seine Webseite "Europes most wanted", auf der die meistgesuchten Verbrecher Europas aufgeführt sind.

25.000 Euro Belohnung

Vor drei Jahren waren nach dem letzten größeren Fahndungsaufruf nach Franz mehr als 50 Hinweise auf den heute 51-jährigen Schwerverbrecher eingegangen. Gefasst wurde er dennoch nicht. Neuere Fotos von ihm gibt es nicht. Die Zielfahnder des Landeskriminalamts NRW haben daher im Netz eine Stimmprobe aus einem mitgeschnittenen Telefonat eingestellt. Für Hinweise zur Ergreifung von Franz wurden 25.000 Euro ausgesetzt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Februar 2021 | 14:30 Uhr