Das Logo des Social Media Plattform Facebook wird auf einem Smartphone angezeigt
Facebook hat eine neue Datenpanne bestätigt. Bildrechte: imago/photothek

Neue Datenpanne Facebook hat Kontaktdaten von Nutzern gesammelt

Weitere Datenpanne bei Facebook: Das Online-Netzwerk hat E-Mail-Kontakte von mehr als einer Million Nutzern bei sich hochgeladen. Die betroffenen Nutzer sollen jetzt informiert und die Daten gelöscht werden. Der Fehler wurde laut Unternehmen inzwischen behoben.

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Facebook hat eine neue Datenpanne bestätigt. Bildrechte: imago/photothek

Facebook hat eine weitere Panne beim Datenschutz eingeräumt. Das Online-Netzwerk bestätigte, dass seit Mai 2016 E-Mail-Kontakte von bis zu 1,5 Millionen neuen Nutzern gesammelt wurden. Diese sollen davon nichts gewusst und auch nicht zugestimmt haben.

Facebook zufolge ist der Fehler im März bei einer Änderung im Anmeldeverfahren entdeckt worden. Er sei inzwischen behoben worden. Facebook betonte, das Sammeln der Kontaktdaten sei unabsichtlich geschehen. Die Daten seien mit niemandem geteilt worden. Die Kontakte würden nun gelöscht. Betroffene Nutzer würden informiert.

Datenpannen reißen nicht ab

Facebook waren auch schon in der Vergangenheit Pannen beim Datenschutz unterlaufen. So war im März bekannt geworden, dass das Online-Netzwerk hunderte Millionen Passwörter im Klartext gespeichert hatte. Sie waren dadurch für Mitarbeiter des US-Unternehmens sichtbar.

Zudem hatten im September vergangenen Jahres hunderte Apps mehrere Tage lang einen zu weitreichenden Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitglieder gehabt.

Durch einen anderen Fehler hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt, statt nur mit Freunden. Zudem wurden bei einem schweren Hackerangriff zum Teil sehr private Daten von rund 14 Millionen Nutzern gestohlen.

Facebook hatte zudem eingeräumt, dass der chinesische Handybauer Huawei Zugriff auf die Daten von rund zwei Milliarden Facebook-Nutzern hatte. Darüber hinaus war der Internet-Konzern in den Datenskandal um die britische Firma Cambridge Analytica verwickelt. Das Unternehmen soll sich unerlaubt Zugang zu den Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft haben.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. April 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. April 2019, 11:21 Uhr

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2 Kommentare

18.04.2019 15:39 Querdenker 2

Allein sich bei den indirekten Erfüllungsgehilfen der Geheimdienste anzumelden ist eine Datenpanne. Alles was man da angibt ist als öffentlich zu betrachten, unabhängig von den Einstellungen die man vornimmt. Diese Datenpannen muten doch wie ein Sprung in der Schallplatte an. Sicher ist vor allem, dass die Daten bei derartigen Konzernen nicht sicher sind. Und daran wird sich auch nichts ändern, weil es kein 100% sicheres IT System geben kann. Von den Ambitionen des Betreibers mal abgesehen, der mit Daten Geld verdient. Das hat die Vergangenheit gezeigt.

18.04.2019 15:14 Fragender Rentner 1

Was ist neu daran?

Wer sammelt denn keine Daten von uns?