Smartphone-Nutzer sieht erste Messe nach Großbrand in Notre Dame
Ein Smartphone-Nutzer sieht die Übertragung der ersten Messe nach dem Großbrand in Notre-Dame über den katholischen Fernsehsender KTO. Bildrechte: dpa

Pariser Kathedrale Erste Messe nach Großbrand in Notre-Dame gefeiert

Erstmals seit dem Brand von Notre-Dame ist wieder eine Messe in der Pariser Kathedrale gefeiert worden. 30 mit Bauarbeiterhelmen bekleidete Geistliche und Gläubige begingen den Gottesdienst in einer Seitenkapelle. Unterdessen fließen die zugesagten Spenden für den Wiederaufbau des Gotteshauses sehr schleppend. Nur 80 der 850 Millionen zugesagten Euro gingen bislang auf dem Spendenkonto ein.

Smartphone-Nutzer sieht erste Messe nach Großbrand in Notre Dame
Ein Smartphone-Nutzer sieht die Übertragung der ersten Messe nach dem Großbrand in Notre-Dame über den katholischen Fernsehsender KTO. Bildrechte: dpa

Zwei Monate nach dem verheerenden Großbrand der Pariser Kathedrale Notre-Dame hat erstmals wieder eine Messe in dem Gotteshaus stattgefunden. Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit zelebrierte am Samstagabend den Gottesdienst gemeinsam mit anderen Priestern und Gläubigen in einer Kapelle am östlichen Ende der weltberühmten Kathedrale.

Messe in Bauarbeiterhelmen

Die Zahl der Teilnehmer war aus Sicherheitsgründen auf 30 begrenzt. Unter ihnen waren neben Geistlichen und Stiftsherren auch Bauarbeiter. Alle Anwesenden mussten Bauarbeiterhelme tragen. Der katholische Fernsehsender KTO übertrug die Messe live. Offizieller Anlass der Feier war das jährliche Fest der Altarweihe von Notre-Dame de Paris.

Die gotische Kathedrale war am 15. April bei einem verheerenden Großbrand schwer beschädigt worden. Dabei wurde das Dach des Gotteshauses weitgehend zerstört, der darauf stehende kleine Spitzturm stürzte komplett ein.

850 Millionen Euro an Spenden zugesagt

Notre-Dame brennt
Am 15. April brannte Notre-Dame de Paris. Bildrechte: dpa

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron hatte nach dem Brand einen Wiederaufbau von Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren versprochen und dafür um Spenden geworben. Nach Angaben des französischen Kultusministeriums sagten rund 350.000 Spender Gelder in Höhe von insgesamt rund 850 Millionen Euro zu. Allerdings flossen diese bislang nur sehr zögerlich.

Nur 80 Millionen Euro bisher geflossen

Wie Kulturminister Franck Riester dem Fernsehsender France 2 sagte, wurden bisher lediglich 80 Millionen Euro auf das entsprechende Spendenkonto eingezahlt. Das sind nicht einmal zehn Prozent der zugesagten Summe. Das bislang gezahlte Geld stammt Riester zufolge vor allem von Privatleuten. Die von Großspendern zugesagten Summen seien noch nicht gezahlt worden. Dies sei aber normal. Das Geld werde nach und nach je nach Baufortschritt fließen, so der Kultusminister.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Juni 2019 | 19:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2019, 20:42 Uhr