Ab Januar E-Tretroller sollen in Unfallstatistik einzeln erfasst werden

Seit einem halben Jahr sind E-Tretroller in Deutschland erlaubt, seitdem sind bereits viele Unfälle passiert. Das Statistische Bundesamt will die Unfälle deswegen ab Januar gesondert erfassen.

E-Scooter stehen in der Dresdner Altstadt
Unfälle mit E-Tretrollern werden häufig von deren Fahrern verursacht. Bildrechte: MDR/Axel Köhn

E-Tretroller sollen ab Januar in einer gesonderten Unfallstatistik erfasst werden. Das bestätigte das Statistische Bundesamt. Derzeit werden Unfälle noch in der Sammelkategorie "sonstige Fahrzeuge" erfasst.

Unfallverursacher sind meist die Rollerfahrer

Die Roller sind seit Juni erlaubt und stehen vor allem in Großstädten zum Mieten bereit. Seitdem gibt es vermehrt Meldungen zu Unfällen, ein Großteil wird von den Rollerfahrern verursacht. So meldet die Polizei in Köln beispielsweise, dass 88 Prozent der 104 Unfälle mit E-Scootern in diesem Jahr von den Scooterfahrer verursacht wurden – knapp ein Drittel von ihnen sei betrunken gewesen.

Die Verleihfirmen weisen die Fahrer in den Nutzungsregeln auf die Gefahren hin und raten zum Tragen eines Helms. Außerdem müssen die Nutzer bestätigen, nicht unter Drogeneinfluss zu fahren und sich an das Tempolimit von 20 Kilometern pro Stunde zu halten – vor allem bergab.

Behörden sollen Zahlen weiterleiten

Der einzelnen Erfassung aller E-Tretroller-Unfälle in Deutschland steht derzeit nur im Weg, dass die Landespolizeibehörden unterschiedliche Datenbanken nutzen. Wenn die Behörden die Unfälle in ihren Systemen gesondert erfassen und die Zahlen dann weiterleiten, stehe der statistischen Erfassung ab dem 1. Januar 2020 nichts im Wege, hieß es vom Statistischen Bundesamt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 07. Dezember 2019 | 09:15 Uhr