Das Facebook-Logo wird auf einem Smartphone gespiegelt.
Facebook steht im Zusammenhang mit dem Sammeln von Nutzerdaten immer wieder in der Kritik. Bildrechte: dpa

Datenschutz Facebook sperrt zehntausende Apps

Im Zuge der Untersuchungen nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica hat Facebook mehreren zehntausend Apps den Zugang gesperrt - teilweise vorsorglich.

Das Facebook-Logo wird auf einem Smartphone gespiegelt.
Facebook steht im Zusammenhang mit dem Sammeln von Nutzerdaten immer wieder in der Kritik. Bildrechte: dpa

Rund 69.000 Apps können vorerst nicht mehr auf Facebook zugreifen - der Zugang wurde ihnen gesperrt. Wie der US-Konzern in einem Blogpost mitteilte, geht es um eine Untersuchung, um den Missbrauch von Nutzerdaten zu verhindern.

Millionen Apps adressiert

Deswegen hat Facebook eigenen Angaben zufolge Millionen Apps untersucht. Dies konnte laut Unternehmen von einem einfachen Test über eine Überprüfung des Entwicklers bis zu einer technischen Analyse der App-Aktivität auf der Facebook-Seite reichen. Je nach Ergebnis habe Facebook dann weiter reichende Fragen an den Entwickler gestellt oder die App gesperrt.

Die in einigen Fällen dauerhafte Sperrung betrifft laut Facebook 69.000 Apps von insgesamt 400 Entwicklern. Das bedeute aber nicht, dass diese Apps auch eine Gefahr für Nutzerdaten darstellten. Einige der Apps seien noch nicht einmal veröffentlicht worden. Dem Konzern zufolge reicht auch ein Missbrauchsverdacht, wenn zum Beispiel der App-Entwickler nicht auf die Befragung durch Facebook geantwortet habe.

Selbstverpflichtung nach Datenskandal

Zu der Untersuchung hatte sich Facebook nach dem Skandal von Cambridge Analytica verpflichtet. Wie vergangenes Jahr bekannt geworden war, hatte das britische Datenanalyse-Unternehmen Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen. Diese sollen 2016 im US-Präsidentschaftswahlkampf missbräuchlich genutzt worden sein.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. September 2019 | 08:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2019, 11:44 Uhr