Demonstrationen Florian Schroeder: Corona-Leugner nicht verurteilen

Der Kabarettist Florian Schroeder trat bei einer Anti-Corona-Demo auf und sprach sich dort unter Buh-Rufen für mehr Meinungsfreiheit aus. Im Interview erklärt er, wie man sinnvoll ins Gespräch kommen kann.

Florian Schroeder.
Der Kabarettist Florian Schroeder hat sich auf einer Anti-Corona-Demo für die Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Bildrechte: imago images / Müller-Stauffenberg

Nach seinem Auftritt auf der "Querdenken"-Demo in Stuttgart hat der Comedian Florian Schroeder gefordert, immer wieder aufeinander einzugehen und miteinander zu reden.

Es gibt ja nichts anderes als Reden. Ich glaube, es gibt eine Form der Sprache, die jenseits ist vom einfühlsamen 'Oh, wir müssen sie jetzt mal alle verstehen' und auch jenseits ist von Beleidigungen oder Herablassung.

Florian Schroeder, Comedian

Schroeder sagte MDR AKTUELL, man sollte die politische Gegenseite nicht aburteilen. Stattdessen solle man sich fragen, warum man Corona-Leugner radikal ablehne. Vielleicht sei man auch selbst in seiner eigenen Welt und lasse nichts anderes mehr zu. Das sei ein gesellschaftliches Problem und habe nichts mit Corona zu tun.

Ich fürchte, dass die Gräben ziemlich tief sind und ich fürchte, dass das Gräben sind, die schon immer da waren, die nur durch Corona noch viel stärker werden.

Florian Schroeder, Comedian

Der Comedian hatte am Samstag auf der "Querdenken"-Demo in Stuttgart über Meinungsfreiheit und Diktatur-Vergleiche gesprochen. Dabei forderte er die Teilnehmer auf, sich mit seiner Meinung auseinanderzusetzen, dass Covid-19 eine gefährliche Krankheit sei und Abstands- und Maskenregelungen vernünftig seien.

Schroeders Auftritt können Sie hier im Video ansehen:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. August 2020 | 17:00 Uhr