Amberg: Vier Angeklagte sitzen neben ihren Anwälten im Verhandlungssaal des Amberger Amtsgerichts und verdecken ihre Gesichter
Im Prozess um Prügelattacken auf Passanten in Amberg haben die vier angeklagten Asylbewerber Geständnisse abgelegt. Bildrechte: dpa

Einigung Geständnisse im Prozess um Prügel-Attacken in Amberg

Vor dem Amtsgericht Amberg haben vier Asylbewerber zugegeben, Ende Dezember 15 Menschen verletzt zu haben. Gleichzeitig entschuldigten sie sich. Im Gegenzug sicherte ihnen das Gericht mildere Strafe zu.

Amberg: Vier Angeklagte sitzen neben ihren Anwälten im Verhandlungssaal des Amberger Amtsgerichts und verdecken ihre Gesichter
Im Prozess um Prügelattacken auf Passanten in Amberg haben die vier angeklagten Asylbewerber Geständnisse abgelegt. Bildrechte: dpa

Im Prozess um die Prügel-Attacke im bayerischen Amberg haben die vier angeklagten Asylbewerber Geständnisse abgelegt und sich entschuldigt. Zum Prozessauftakt verlasen ihre Anwälte vor dem Amtsgericht Amberg entsprechende Erklärungen.

Alkohol und Drogen als Auslöser

Darin gaben die aus Afghanistan und Iran stammenden Heranwachsenden zu, Ende vergangenen Jahres in Amberg wahllos Passanten angegriffen und beleidigt zu haben. Als wesentlichen Auslöser der wahllosen Attacken nannten die zur Tatzeit zwischen 17 und 19 Jahren alten Angeklagten den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln an.

Einigung zum Prozessauftakt

Das Geständnis ist Teil einer Einigung zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Im Gegenzug für das Geständnis wurde den drei aus Afghanistan stammenden Angeklagten Bewährungsstrafen zwischen sechs Monaten und eineinhalb Jahren zugesagt. Dem als Hauptbeschuldigten geltenden Iraner sicherte das Gericht eine Jugendstrafe zwischen 26 und maximal 30 Monaten zu.

21 Menschen angegriffen

Die vier jungen Männer hatten Ende Dezember in Amberg wahllos 21 Menschen angegriffen. 15 Menschen wurden verletzt. Auch bei ihrer Festnahme griffen sie Polizisten an. Die Anklage warf den Männern gefährliche Körperverletzung, Nötigung und Widerstand gegen Polizeibeamte vor. Die vier sitzen seit ihrer Festnahme in Untersuchungshaft. Wann in dem Verfahren das Urteil fällt, ist offen. Ursprünglich war das für Ende Juli geplant.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. April 2019 | 14:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 23. April 2019, 15:47 Uhr

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28 Kommentare

24.04.2019 10:55 Anmerkung 28

Alkohol und Drogen , alles finanziert vomTaschengeld super !Richtig um weiter zu machen, bekommen sie bald mehr Geld und lachen über eine Bewährungstrafe. Hat man sie eigentlich befragt ,warum sie hierher gekommen sind ? Nur für Worte über Asylanten wird man von ihnen als Rassist, Nazi usw. bezeichnet und hier kann man auf unschuldige Menschen einschlagen , die einen Asyl gewährt haben !! Ab nach Hause mit dem Urteil im Gepäck ,nbis dahin jeden Tag 8 Stunden gemeinnützige Arbeit -ohne geld ,aber deutschem Mittagessen !!Wer bezahlt die Richter und Dolmetscher ?- Der Bürgermeister entschuldigt es ja auch , vielleicht läßt er die armen Jungs nun bei sich bis zur Ausweisung wohnen .

24.04.2019 08:31 winfried zu (25)Hans 27

>>Jeder muss im Leben eine zweite Chance bekommen<< ... vollkommen richtig ... allerdings ...
... im Herkunftsland.
Dort hatten sie bereits durch Geburt ihre erste Chance.

24.04.2019 03:47 Skywalker 26

Der sogenannte Rechtsstaat macht sich, einmal mehr, lächerlich. Aber zumindest die Leute im Osten, scheinen aufgewacht zu sein. Von daher besteht im Wahljahr etwas Hoffnung.....

23.04.2019 22:34 Hans 25

Jeder muss im Leben eine zweite Chance bekommen. Das gilt auch für diese armen Menschen.

23.04.2019 22:13 Afterburner 24

Man stelle sich vor die Täter wären Deutsche gewesen und wären„marodierend“durch die Straßen gezogen.
Die Welle der Empörung die von den Gutmenschen erzeugt worden wäre,würde durch ohne Ende durch Deutschland schwappen.

23.04.2019 22:01 Hossa 23

@21 Mustermann
Welche gemeinnützige Arbeit sollen die Täter verpasst bekommen.
Wie soll das gehen wenn man nichts bringt und unmotiviert ist.

23.04.2019 21:15 Auf zum letzten Gefecht! 22

interessant wäre auch mal zu wissen wer das Krankengeld, die Arztkosten und die Kosten für den Polizeieinsatz übernimmt.

Ist das auch abgesprochen, das es dem Steuerzahler auferlegt wird?

23.04.2019 20:44 Mustermann 21

Interessant wäre zu wissen in welcher Form genau die Entschuldigung ausgefallen ist? Nur mit diesem Schreiben (wo diese sicherlich "alles" verstanden haben...) oder von Angesicht zu Angesicht (notfalls auch mit Dolmetscher) mit den Geschädigten? Wie haben eigentlich die Geschädigten auf das Urteil reagiert? Warum bekommen die Schläger eigentlich kein gemeinnützige Arbeit verpasst, damit das Wort Strafe wenigsten etwas Sinn macht?

23.04.2019 20:18 Auf zum letzten Gefecht! 20

"Als wesentlichen Auslöser der wahllosen Attacken nannten die zur Tatzeit zwischen 17 und 19 Jahren alten Angeklagten den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln an."

Da sind doch die Anwälte auch mit allen Wassern gewaschen ;-)

23.04.2019 20:16 Auf zum letzten Gefecht! 19

hier könnt ihr mal nachlesen wie es unsere geschätzten Freunde von RRG damals verharmlost haben.

https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/pruegelattacken-amberg-seehofer-verschaerfung-abschiebung-asylsuchende-100.html