Ein Rettungshubschrauber transportiert verletzte Menschen.
Hubschrauber bergen Opfer nach dem schweren Gewitter im Tatra-Gebirge. Bildrechte: dpa

Polen und Slowakei Tote und Verletzte bei Gewitter in Hoher Tatra

Bei einem starken Gewitter im Tatra-Gebirge sind fünf Menschen getötet und weitere verletzt worden. Die meisten Opfer gab es im polnischen Teil der Hohen Tatra nahe dem Urlauberort Zakopane, zwei auf slowakischer Seite.

Ein Rettungshubschrauber transportiert verletzte Menschen.
Hubschrauber bergen Opfer nach dem schweren Gewitter im Tatra-Gebirge. Bildrechte: dpa

Ein heftiges Gewitter im Tatra-Gebirge hat mindestens fünf Menschenleben gefordert. Im polnischen Teil der Hohen Tatra wurden nach Angaben von Rettungskräften am 1.895 Meter hohen Berg Giewont vier Menschen von einem Blitzschlag getötet und etwa 20 weitere verletzt.

Touristen steigen einen Berg hinab.
Das Gipfel-Kreuz auf dem Wielki Giewont ist ein beliebtes Touristen-Ziel. Bildrechte: dpa

Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, der Blitz sei in eine Kette eingeschlagen, die auf den letzten Metern beim Aufstieg auf Polens höchsten Berg helfen soll. Anderen Medienberichten zufolge schlug ein Blitz in das großes Metallkreuz auf dem Gipfel des Giewont ein. Am Berg habe sich zu diesem Zeitpunkt eine große Touristengruppe aufgehalten.

Nach Informationen des polnischen Fernsehsenders TVN24 bargen Rettungshubschrauber Dutzende Menschen. Laut Bergrettung wurden drei Verletzte auf der Intensivstation behandelt. Regierungschef Mateusz Morawiecki informierte sich am Unglücksort über die Lage.

Auch Opfer in der Slowakei

Auch in der Westtatra in der Slowakei gab es Gewitter-Opfer. Dort wurden ein Mann und eine Frau vom Blitz getroffen. Wie die Bergwacht mitteilte, stürzte der Mann mehrere Hundert Meter in die Tiefe. Die aus Tschechien stammende Frau sei am Bein verletzt worden. Sie wurde demnach mit einem Helikopter in eine Klinik geflogen.

Wenig später rückte der Rettungshubschrauber erneut wegen eines Blitzschlags aus und musste einen slowakischen Wanderer versorgen, der kurzzeitig bewusstlos war. Der Wetterumschwung kam den Berichten zufolge sehr plötzlich, so dass sich viele Wanderer nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. August 2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 19:18 Uhr