Hurrikan-Schäden Deutsche Soldaten helfen auf den Bahamas

Hurrikan "Dorian" ist auf die US-Küste getroffen, hat aber an Kraft verloren. So schwere Schäden wie auf den Bahamas werden nicht erwartet. Dort läuft ein internationaler Rettungseinsatz an, auch Marinesoldaten der Bundeswehr sind dabei.

Angehörige verabschieden das Landungsschiff der niederländischen Marine, die "Johan de Witt", zu einem Einsatz.
Angehörige verabschieden das Landungsschiff der niederländischen Marine, die "Johan de Witt", zu einem Einsatz. Bildrechte: dpa

70 deutsche Marinesoldaten sollen auf den Bahamas beim internationalen Hilfseinsatz für die vom Hurrikan "Dorian" verwüstete Insel helfen. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, sind die Männer und Frauen auf dem niederländischen Landungsschiff "Johan de Witt". Der Hubschrauberträger liege derzeit vor der Karibikinsel St. Martin, werde am Wochenende mit Hilfsgütern beladen und spätestens am Montag auslaufen.

Die Europäische Union stellte am Freitag 500.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung - für Notunterkünfte, zur Wasserversorgung, für benötigte Hygieneartikel und Lebensmittel. Die EU ist nach eigenen Angaben bereit, weitere Hilfe zu leisten.


Viele weitere Tote befürchtet

Auf den Bahamas hat "Dorian" nach offiziellen Angaben mindestens 30 Menschen das Leben gekostet. Dort werden viele weitere Tote befürchtet, weite Teile des Landes sind verwüstet.

Es werden noch Hunderte bis Tausende Menschen vermisst.

Joy Jibrilu vom Tourismus- und Luftfahrtministerium der Bahamas

Bahamas Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, wegen der schweren Zerstörungen kämen die Helfer nur schwer in die Krisenregionen. "Dorian" war in dieser Woche als Hurrikan der höchsten Kategorie 5 mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde auf die Bahamas getroffen.

Abgeknickte Bäume und Palmen stehen an einem zerstörten Hafen.
"Dorian" war der schwerste Hurrikan für die Bahamas seit Jahrzehnten. Bildrechte: dpa

Ausläufer erreichen US-Küste

Hurrikan "Dorian" traf am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde in den USA auf Land und damit mit weniger Kraft als befürchtet. "Dorian" wurde auf einen Sturm der Kategorie 1 heruntergestuft. Laut Nationalem Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami war zuerst die vorgelagerte Inselkette Outer Banks betroffen.

Das Hurrikan-Zentrum warnte für Küstenregionen von North Carolina und Virginia vor Hochwasser und Überschwemmungen. Zahlreiche Häuser wurden abgedeckt, Bäume und Strommasten stürzten um, wie örtliche Medien berichteten. In etwa 200.000 Haushalten fiel die Stromversorgung aus. Zehntausende Menschen hatten zuvor die Küstenregionen verlassen.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. September 2019 | 07:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 06. September 2019, 21:20 Uhr

1 Kommentar

Rein vor 19 Wochen

Mir ist es lieber, Soldaten helfen als zu schießen.
Für die Bewohner der Inseln ist es eh eine Katastrophe.
Egal ob arm oder reich.