Das Auto einer Unbeteiligten steht auf einer Straßenkreuzung.
Das Auto der 43-Jährigen nach dem Unfall. Bildrechte: dpa

Zwei Tatverdächtige Frau stirbt nach mutmaßlichem Autorennen

Drei Tage nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen am Niederrhein ist eine Unbeteiligte, deren Wagen von dem Auto eines der Raser erfasst wurde, ihren Verletzungen erlegen. Die 43-jährige Autofahrerin starb nach Polizeiangaben am Donnerstagnachmittag. Der Unfall ereignete sich am Ostermontag. Die Polizei sucht nach den Tatverdächtigen.

Das Auto einer Unbeteiligten steht auf einer Straßenkreuzung.
Das Auto der 43-Jährigen nach dem Unfall. Bildrechte: dpa

Vier Tage nach einem mutmaßlichen illegalen Autorennen mit einem Todesopfer in Nordrhein-Westfalen sucht die Staatsanwaltschaft nach zwei Personen. Sie kämen als Fahrer in Betracht, sagte Oberstaatsanwalt Günter Neifer am Freitag. Es gebe Hinweise, dass die beiden gefahren seien. "Wir haben Hinweise auf die Identität, aber wir haben sie noch nicht finden können. Wir suchen sie."

Am Montagabend sollen sich die beiden Männer in PS-starken Autos auf einer Straße in Moers am Niederrhein ein illegales Autorennen geliefert haben. Einer der beiden soll dabei nach Zeugenaussagen versucht haben, das andere Fahrzeug zu überholen und auf die Gegenspur gefahren sein. In einer Kreuzung sei es zur Kollision mit dem Kleinwagen einer 43-Jährigen gekommen. Die Frau starb am Donnerstag.  

Weiße Markierungen durch die Polizei auf der Straße zeigen den Unfallhergang nach einem mutmaßlichen Autorennen (Luftaufnahme mit einer Drohne).
Auf dieser Straße geschah der Unfall nach dem mutmaßlichen Autorennen. Bildrechte: dpa

Das mutmaßliche Rennen in Moers erinnert an andere Fälle - etwa an die sogenannten Kudamm-Raser in Berlin. Die beiden Männer waren im Februar 2016 über den Kurfürstendamm gerast, ein unbeteiligter 69-Jähriger kam dabei ums Leben. Das Berliner Landgericht verurteilte die Männer im März 2019 wegen Mordes zu lebenslanger Haft.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. April 2019 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. April 2019, 16:52 Uhr

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2 Kommentare

26.04.2019 17:58 Gerd Müller 2

Das könnten die selben Leute sein, die auf der Autobahn Hochzeit feiern.
Mord ist das, nichts anderes.
30 Jahre Steinbruch, das halte ich für angemessen.

26.04.2019 17:10 Walther mit H 1

Also wenn jemand riskant ein anderes Fahrzeug überholt und dabei in den Gegenverkehr gerät, wirft man dem Überholten nun die Teilnahme an einem illegalen Autorennen vor? Soll das jetzt ein Witz sein?